Wirtschaft
Middelhoff während des Prozesses vor dem Landgericht.
Middelhoff während des Prozesses vor dem Landgericht.(Foto: dpa)

Manager geht vor BGH: Middelhoff legt Revision ein

Drei Jahre soll Thomas Middelhoff in Haft. So urteilt das Essener Landgericht. Doch der ehemalige Chef von Arcandor akzeptiert den Ausgang des Verfahrens nicht. Damit landet der Fall vor dem Bundesgerichtshof. In Haft bleibt Middelhoff vorerst trotzdem.

Der ehemalige Spitzenmanager Thomas Middelhoff will seine dreijährige Haftstrafe wegen Untreue nicht hinnehmen. Middelhoff habe Revision gegen das Urteil des Landgerichts Essen eingelegt, sagte ein Gerichtssprecher. Damit landet der Fall beim Bundesgerichtshof. Das Urteil des Landgerichts Essen ist nun weiterhin nicht rechtskräftig.

Der ehemalige Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor und des Medienriesen Bertelsmann war am Freitag vor einer Woche vom Landgericht Essen wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt und noch im Gerichtssaal festgenommen worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Middelhoff unter anderem Privat-Flüge mit Charterjets und Hubschraubern über Arcandor abgerechnet hat.

Richter Jörg Schmitt hat wegen Fluchtgefahr Untersuchungshaft für den Ex-Manager angeordnet, der seinen Hauptwohnsitz in Frankreich hat. Gegen die Haftentscheidung des Landgerichts Essen kann Middelhoff gesondert Beschwerde einlegen. Darüber müsste dann das Oberlandesgericht Hamm befinden.

Das Essener Gericht lehnte bereits mehrmals eine Aussetzung des Haftbefehls ab, zuletzt am Donnerstag. Es bestehe weiterhin Fluchtgefahr, hieß es.

Quelle: n-tv.de

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