Wirtschaft
Hochmoderne Fahrradproduktion: Im Mifa-Werk in Sangerhausen entstehen unter anderem auch E-Bikes am laufenden Band.
Hochmoderne Fahrradproduktion: Im Mifa-Werk in Sangerhausen entstehen unter anderem auch E-Bikes am laufenden Band.(Foto: picture alliance / dpa)

Sachsen-Anhalt springt ein: Mifa angeblich gerettet

Für die Stadt Sangerhausen und die gesamte Region am Südostrand des Harzes wäre es der lang ersehnte Durchbruch: Einem Zeitungsbericht zufolge ist ein Käufer für den insolventen Fahrradhersteller gefunden.

Die Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (Mifa) ist einem Zeitungsbericht zufolge gerettet. Ein Unternehmer aus Sachsen-Anhalt werde das in Sangerhausen ansässige Unternehmen übernehmen, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" in ihrer Donnerstagausgabe.

Der Gläubigerausschuss habe dem Kauf bereits zugestimmt, heißt es. Wann die Rettung offiziell verkündet werden kann, blieb zunächst offen. Ermöglicht habe die Einigung die Regierung von Sachsen-Anhalt, schreibt das Blatt weiter. Sie bürge für einen Kredit über die landeseigene Investitionsbank.

Bei Kredit und Bürgschaft soll es sich diesen Angaben zufolge insgesamt um eine niedrige zweistellige Millionensumme handeln. Ein Regierungssprecher wollte sich nach Angaben der Zeitung zunächst nicht zu den Informationen äußern.

Der Fahrradhersteller mit Sitz in Sangerhausen am Südostrand des Harzes hatte Ende September Insolvenz angemeldet, nachdem der rettende Einstieg der indischen Hero Cycles geplatzt war. Mifa produziert Fahrräder für Handelsketten wie Aldi, und auch Postboten der Deutschen Post radeln auf Mifa-Drahteseln durch die Städte. Zuletzt setzte dem Unternehmen aber die Billig-Konkurrenz aus Asien zu.

Quelle: n-tv.de

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