Wirtschaft
Erneutes Ölleck vor der Küste Brasiliens.
Erneutes Ölleck vor der Küste Brasiliens.(Foto: picture alliance / dpa)

Brasilien hakt bei Öl-Leck nach: Milliardenklage gegen Chevron

Ein Öl-Leck vor der brasilianischen Küste sorgt für Missstimmung zwischen der Regierung und dem US-Ölriesen Chevron. Zwar hat Chevron die Förderung eingestellt, Brasilien fordert aber Schadenersatz in Milliardenhöhe. Es ist zudem nicht das erste Vorkommnis dieser Art.

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Brasiliens Staatsanwaltschaft hat nach einem neuen Öl-Leck vor der Küste eine zweite Milliardenklage gegen Chevron und Transocean eingereicht. Der Umfang der Klage gegen den Energiekonzern und das Bohrunternehmen betrage 20 Mrd. Real (etwa 11 Mrd. Dollar), teilte das Büro des Staatsanwalts mit. Bei dem Fall geht es um ein Anfang März entdecktes Leck im Frade-Ölfeld. Chevron hatte anschließend die Förderung in Brasilien eingestellt.

Frade gehört zu den größten brasilianischen Ölfeldern. Die Kapazität liegt bei 80.000 Barrel Öl pro Tag. Chevron besitzt 52 Prozent des Feldes und ist der Betreiber.

Nicht der letzte Akt

Mitte März hatte Brasilien 17 Manager des US-Ölkonzerns und des Schweizer Tiefbohrunternehmens Transocean verboten, das Land zu verlassen. Grund waren Strafanträge gegen die Manager wegen Umweltvergehen.

Chevron hatte davor die vorübergehende Einstellung der Förderung im Frada-Ölfeld im Campos-Becken mitgeteilt. Techniker hätten bei Routinekontrollen einen erneuten Austritt sehr geringer Öl-Mengen ins Meer festgestellt. Nach Angaben der brasilianischen Marine hat sich mittlerweile etwa 130 Kilometer vor der Küste Rios ein rund ein Kilometer langer Ölteppich gebildet.

In dem Gebiet waren Ende vergangenen Jahres bereits bei Bohrungen in großer Meerestiefe schätzungsweise 2400 Barrel (je 159 Liter) Öl ins Meer gelaufen. Chevron hatte die volle Verantwortung für den Vorfall übernommen.

Quelle: n-tv.de

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