Gerechtfertigt oder nicht?Millionen-Bonus für Ford-Chef

Ford schaut auf ein schwieriges Jahr zurück, in dem nur das Geschäft auf dem US-Heimatmarkt den Konzern das Plus rettet. In Europa sorgen dagegen Milliardenverluste für rigoroses Sparen inklusive Werksschließungen. Vor allem den europäischen Mitarbeitern dürfte daher der Bonus für Vorstandschef Mulally auf den Magen schlagen.
Die Diskussion über zu hohe Boni für Manager in Europa kratzt den US-Autobauer Ford nicht: Konzernchef Alan Mulally streicht für seine Arbeit im vergangenen Jahr ein Aktienpaket im Wert vonew fast 12 Mio. Dollar ein, wie aus einer Mitteilung an die US-Aufseher hervorgeht. Wie viel der 67-Jährige zudem verdient hat, ist dagegen noch nicht bekannt. Für 2011 erhielt der Ford-Chef ein Gehalt von 2 Mio. Dollar, einen Bonus von 5,5 Mio. Dollar sowie weitere Aktienpakete und -optionen.
Ford hat 2012 einen Gewinn ausgewiesen, allerdings belastete vor allem das Europageschäft. 1,8 Mrd. Dollar Verlust fuhr der US-Konzern ein. Rigorose Sparmaßnahmen inklusive Werksschließungen waren die Folge. Für 2013 rechnet Ford in Europa zudem mit einem Minus von rund 2 Mrd. Dollar.
Zum Vergleich: In den USA stieg allein im 4. Quartal der Vorsteuergewinn um kräftige 55 Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar. Der Umsatz wuchs um 5,5 Prozent auf 36,5 Mrd. Dollar.