Wirtschaft
Mario Monti bei seinen Ausführungen in Mailand.
Mario Monti bei seinen Ausführungen in Mailand.(Foto: REUTERS)

"Italien benötigt keine Hilfen": Monti meidet Rettungsschirm

Mario Monti redet noch einmal Klartext: Sein Land werde nicht unter den Rettungsschirm schlüpfen, sagt der italienische Ministerpräsident. An den Finanzmärkten war zuletzt darüber spekuliert worden, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nach der Wahl im kommenden Jahr den Reformweg verlassen könnte.

Italien sieht sich weiterhin nicht als Kandidaten für Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsschirm. Er halte den Schirm zwar für eine gute Sache, sagte Ministerpräsident Mario Monti auf einer Diskussionsveranstaltung in Mailand auf eine entsprechende Frage. Aus seiner Sicht benötige Italien aber weder jetzt Hilfen daraus noch werde es künftig welche benötigen.

In Italien soll im kommenden Frühjahr ein neues Parlament gewählt werden. Das Votum wird an den Finanzmärkten mit großer Spannung erwartet. Viele Anleger fürchten, eine neue Regierung könne den Monti baut Haushalt um verlassen.

Daher gab es zuletzt Spekulationen, Monti könne noch vor der Wahl Hilfen aus dem Rettungsfonds beantragen. Diese wären dann wohl an ein striktes Einsparprogramm gebunden, dem auch eine neue Regierung verpflichtet wäre.

Bewegung in Zypern

Hinsichtlich Oettinger sieht Schuldenschnitt gibt es bei den Verhandlungen über die Bedingungen für Rettungsbeihilfen offenbar Fortschritte. Die internationalen Geldgeber von EU, EZB und IWF hätten sich in Gesprächen mit der zyprischen Regierung auf eine Kernkapitalquote von neun Prozent per Ende 2013 für Banken des Landes geeinigt, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in Nikosia und der Zentralbank des Landes. 2014 könne die Quote auf zehn Prozent steigen. Ursprünglich waren acht Prozent im Gespräch.

Zudem sei man sich einig in der Frage der Aufsicht für die Banken, hieß es. Keine Einigung gebe es indes in der Frage, wie viel Geld die Banken zur Rekapitalisierung benötigen. Auch sei noch offen, wie viel Einnahmen aus Privatisierungen die Geldgeber forderten und welche Kürzungen es bei Gehältern und Renten geben solle.

Das von der Pleite bedrohte Euro-Land hatte im Sommer einen Antrag auf Hilfen des Euro-Rettungsschirms ESM gestellt. Derzeit wird über Bedingungen dafür verhandelt. Es wird spekuliert, dass Zypern zwischen 11 und 16 Milliarden Euro benötigt, den Großteil davon für seine Banken.

Quelle: n-tv.de

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