Wirtschaft
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Schlechtes letztes Quartal: Morgan Stanley enttäuscht die Anleger

Für die großen US-Banken lief es zum Jahresende nicht rund: Mit Morgan Stanley hat die nächste Bank mit den Zahlen für das vierte Quartal die Markterwartungen verfehlt. Wie schon bei den meisten Wettbewerbern schwächelte vor allem ein Sektor.

Umsatz und Gewinn unter den Erwartungen: Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Börse mit ihrem Finanzbericht für das vierte Quartal enttäuscht. Die gesamten Erträge lagen unverändert zum Vorjahr bei 7,8 Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro), wie das Institut mitteilte. Das war deutlich weniger als von Analysten vorhergesagt.

Den Gewinn konnte Morgan Stanley binnen Jahresfrist zwar deutlich auf 1,05 Milliarden Dollar steigern, doch auch hier hatte die Wall Street mit mehr gerechnet. Vor allem im Handel mit Devisen, Anleihen und Rohstoffen, der für die Bank besonders wichtig ist, lief es zuletzt schleppend. Auch die anderen großen US-Banken hatten hier zuletzt deutliche Rückgänge verzeichnet, nicht aber so stark wie jetzt bei Morgan Stanley. In diesem Bereich, von dem auch die Deutsche Bank stark abhängt, herrscht seit längerem Flaute. Mit Besserung wird erst gerechnet, wenn die US-Notenbank Fed die Zinsen anhebt. Das wird Mitte des Jahres erwartet.

In der Vermögensverwaltung, einem weiteren wichtigen Standbein, konnten die Geschäfte hingegen weiter ausgebaut werden. "Wir haben 2014 erheblich besser beendet, als wir ins Jahr gestartet waren", sagte Bankchef James Gorman. Im Gesamtjahr 2014 erhöhte Morgan Stanley den Gewinn von 3,0 auf 6,2 Milliarden Dollar. Die gesamten Erträge lagen bei 34,3 Milliarden Dollar und damit etwas höher als im Vorjahr.

Das Institut hatte als letzte der großen US-Banken die Quartalszahlen vorgelegt. JP Morgan, Citigroup und Bank of America waren in der letzten Woche ebenfalls unter den Markterwartungen geblieben. Nur Goldman Sachs konnte die Prognosen der Analysten erfüllen. Hohe Rechtskosten und schwache Handelsgeschäfte machen den Geldhäusern zu schaffen. Das ist auch für die europäischen Konkurrenten ein schlechtes Omen. Experten rechnen noch mit starken Belastungen durch Rechtskosten.

Quelle: n-tv.de

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