Wirtschaft

Squeeze-OutMunich Re will Ergo ganz

02.03.2010, 20:09 Uhr

Munich Re macht jetzt Nägel mit Köpfen. Der Rückversicherer will seine Tochter Ergo-Versicherungsgruppe komplett einverleiben. Die restlichen Ergo-Aktionäre sollen mit 97,72 Euro pro Aktie abgefunden werden.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re will die verbliebenen Ergo-Aktionäre zwangsweise mit einem Betrag von 97,72 Euro je Aktie abfinden. Das teilte die Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf mit.

Mehr als 95 Prozent der Erstversicherungstochter Ergo gehören dem Dax-Konzern bereits, wodurch ein sogenanntes Squeeze-Out, also die zwangsweise Abfindung und das Herausdrängen der letzten verbliebenen Aktionäre möglich ist. Dies betrifft früheren Angaben zufolge nur noch 237.000 Ergo-Aktien - ein Anteil von 0,31 Prozent. Der Beschluss zur Zwangsabfindung soll zur Hauptversammlung am 12. Mai gefasst werden.

Ende November 2009 hatte der Rückversicherer mitgeteilt, dass er sich seine Tochter komplett einverleiben will. Vor der Mitteilung von Ergo lag der Kurs der Ergo-Aktie bei 109,70 Euro. Mit der Komplettübernahme möchte die Munich Re unter anderem die Kosten senken.

Quelle: wne/dpa