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Mittwoch, 26. Juli 2017

Zoff über künstliche Intelligenz: Musk legt sich mit Zuckerberg an

Killer-Roboter kommen bislang eher in Hollywood-Streifen vor. Noch, warnt Tesla-Chef Musk. Damit künstliche Intelligenz nicht irgendwann die Überhand gewinnt, fordert er klare Regeln. Facebook-Chef Zuckerberg findet das überflüssig. Und erntet dafür scharfe Kritik.

Der Streit zwischen den Chefs des sozialen Netzes Facebook und des Elektroautobauers Tesla, Mark Zuckerberg und Elon Musk, über die künstliche Intelligenz eskaliert. Musk warf seinem Rivalen vor, von der Materie wenig Ahnung zu haben. "Sein Verständnis des Themas ist begrenzt", kritisierte Musk Zuckerberg auf Twitter.

In dem Streit geht es um die Frage, ob Roboter irgendwann so intelligent werden, dass sie ihre menschlichen Schöpfer töten könnten. Musk hatte davor gewarnt und fordert eine strengere Regulierung durch den Gesetzgeber. Beim Thema künstliche Intelligenz müsse die Politik vorausschauend handeln. Denn Roboter könnten künftig alles besser als Menschen. Der Tesla-Chef ist bezüglich künstlicher Intelligenz einer der Vorreiter der Branche.

Zuckerberg dagegen sagte zuletzt, es sei von Schwarzmalern unverantwortlich, Schreckensszenarien zu entwerfen. "Ich bin wirklich optimistisch." Zudem sagte er, dass er die Neinsager und die Leute, die Weltuntergangsszenarien beschwören, nicht verstehe. "Das ist wirklich negativ, und in mancher Hinsicht denke ich wirklich, dass es ziemlich unverantwortlich ist", sagte er auf Facebook.

Bereits 2015 hatten tausende renommierte IT-Experten und Wissenschaftler, darunter neben Musk auch Stephen Hawking, Noam Chomsky und der Philosoph Daniel C. Dennett, in einem offenen Brief vor künstlicher Intelligenz in der Waffenindustrie gewarnt. Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz dürfe in diesem Bereich nicht vorangetrieben werden, heißt es darin. Die Risiken autonomer Waffensysteme seien zu groß. Bereits jetzt sind teilautonome Waffensysteme im Einsatz. Zum Beispiel an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Sie können bereits jetzt feindliche Radarstellungen erfassen und selbstständig angreifen.

Quelle: n-tv.de

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