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Tesla fährt auf Deutschland ab: Musk wettet auf 10.000 verkaufte Autos

Elektroautos führen in Deutschland ein Nischendasein. Für den Branchenpionier Tesla ein Grund mehr, den deutschen Markt zu erobern. Das Ziel ist klar formuliert - und überaus ehrgeizig.

Der erfolgreiche Elektroauto-Pionier Tesla nimmt verstärkt den deutschen Markt ins Visier. "Ich wette, dass wir hier ab Ende 2014 rund 10.000 Autos pro Jahr verkaufen können", sagte Tesla-Chef Elon Musk der "Welt am Sonntag". Musk will auch in Europa, vorrangig in Deutschland, ein Netz von Ladestationen aufbauen. "Bis Ende März 2014 soll die Hälfte Deutschlands mit Schnellladestationen abgedeckt sein, bis Ende 2014 das ganze Land.

Das sind 40 bis 50 Stationen", fügte er hinzu. Diese würden mit Sonnenkollektoren betrieben. "Unsere Devise lautet: Ein Tesla-Fahrer soll nicht mehr fürs Autofahren brauchen als Sonnenlicht. Und selbst die daraus gewonnene Energie ist für unsere Kunden kostenlos", sagte der Chef der kalifornischen Edelschmiede. Bis Ende kommenden Jahres soll es 25 Tesla-Niederlassungen in Deutschland geben.

Große Nachfrage in den USA

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Generell halten sich die Kunden bei Elektroautos aber noch zurück. Als Problem gilt vor allem die begrenzte Reichweite, die bei einem E-Auto bisher 150 bis 200 Kilometer beträgt, bevor es wieder an die Steckdose muss.

Die deutschen Hersteller wollen bis Ende kommenden Jahres 16 Serienmodelle mit Elektroantrieb auf den Markt bringen. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2020 eine Millionen Elektroautos auf die Straße zu bekommen.

In Norwegen hat Teslas 416 PS starker Elektro-Sportwagen den VW Golf vom ersten Platz der Zulassungsstatistik verdrängt - dank großzügiger Steuervergünstigungen und einem Wegfall von Mautgebühren in dem skandinavischen Land, das so die Stromautos fördern will. Auch in den USA gibt es eine große Nachfrage nach dem Tesla S. In diesem Jahr sind dort nach Schätzungen 14.300 Wagen verkauft worden.

Der Marktführer mit dem "Stern"

Elon Musk: Elektroauto-Visionär
Elon Musk: Elektroauto-Visionär(Foto: REUTERS)

Das macht auch anderen Herstellern Hoffnung - die größten amerikanischen BMW-Händler nähmen jedes Exemplar des neuen Stromers i3 der Bayern, das der Hersteller ihnen liefere, berichtete der "Spiegel". Die Händler hätten das BMW-Chef Norbert Reithofer gegenüber mit dem großen Erfolg von Tesla begründet.

Unter den deutschen Autobauern sieht sich Daimler  bei Stromautos vorne. "Mit rund 40 Prozent Marktanteil sind wir Marktführer bei Batteriefahrzeugen in Deutschland", sagte Vorstandschef Dieter Zetsche dem "Handelsblatt". Das liege an den hohen Verkaufszahlen des Elektro-Smarts. Ab dem kommenden Jahr hat Daimler auch eine elektrische B-Klasse im Angebot, die auf Technik des US-Kooperationspartners Tesla zurückgreift.

Aktionäre freut's

In drei Jahren komme Tesla mit einem kleineren Modell auf den Markt. "Für uns wird das ein riesiger Sprung, weil wir bei den Stückzahlen von 21.000 pro Jahr wie beim Model S auf 250.000 wachsen", sagte Musk. Die Kalifornier hatten überraschend nach dem ersten Quartalsgewinn in der zehnjährigen Firmengeschichte zu Jahresanfang auch im zweiten Vierteljahr einen Überschuss eingefahren.

Die Anleger fahren wie Tesla selbst auf der Überholspur: Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten gut 500 Prozent zugelegt. Auch zum Wochenstart zog sie an.

Quelle: n-tv.de

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