Wirtschaft
Die Frequenzen im 700 Megahertz-Bereich sind für den Ausbau schneller LTE-Netze in dünner besiedelten Gebieten geeignet.
Die Frequenzen im 700 Megahertz-Bereich sind für den Ausbau schneller LTE-Netze in dünner besiedelten Gebieten geeignet.(Foto: picture alliance / dpa)

Auktion von Mobilfunkfrequenzen: Netzagentur hofft auf Milliardenerlöse

Sie könnte erneut Milliarden in die Taschen des Bundes spülen - die Bundesnetzagentur will im kommenden Jahr bei einer Auktion wieder Frequenzen für das Mobilfunknetz versteigern. Das Geld will der Staat in ein anderes wichtiges Infrastrukturprojekt stecken.

Die Bundesnetzagentur gibt den Startschuss für eine milliardenschwere Auktion von Mobilfunkfrequenzen im Frühjahr 2015. Die Versteigerung werde nach derzeitiger Planung im zweiten Quartal über die Bühne gehen, teilte die Bonner Behörde mit. Die Auktion solle sich an dem bewährten Verfahren orientieren, wie es zuletzt im Jahr 2010 durchgeführt wurde. Auf die deutschen Mobilfunk-Unternehmen kommen damit hohe Ausgaben zu: Aus einem Entwurf der Netzagentur geht hervor, dass allein die Mindestgebote für die Frequenzen sich auf 1,4 Milliarden Euro summieren. Die Höhe der Enderlöse dürfte noch weit darüber liegen.

Bei der vorerst jüngsten Versteigerung vor vier Jahren hatten die Deutsche Telekom, Vodafone und die mittlerweile fusionierten Betreiber E-Plus und O2 zusammen rund 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt. Legendär ist die UMTS-Aktion, die Anfang des Jahrtausends mehr als 50 Milliarden Euro in die Staatskassen spülte. Die Unternehmen haben bis zum 26. November Zeit für eine Stellungnahme zum nun vorgestellten Fahrplan der Aufsichtsbehörde.

Frequenzen für den Mobilfunk sind knapp und dementsprechend begehrt. Bei der Auktion im kommenden Jahr kommen Frequenzen in den Bereichen bei 700 Megahertz , 900 Megahertz und 1.800 Megahertz sowie im Bereich 1,5 Gigahertz unter den Hammer.

Gerade die Frequenzen im 700 Megahertz-Bereich, die derzeit noch durch den Rundfunk genutzt werden, sind für den Ausbau schneller LTE-Netze auch in dünner besiedelten Gebieten geeignet. "Die rasch anwachsende Nachfrage nach breitbandigen Anschlüssen erfordert eine zeitnahe Bereitstellung von Frequenzen für den Ausbau des mobilen Breitbandes in Deutschland", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Der Bund will mit den Einnahmen den Ausbau von superschnellen Internetverbindungen vorantreiben.

Quelle: n-tv.de

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