Wirtschaft
Die Erstauslieferung des neuen Großraumjets A350 verspätet sich.
Die Erstauslieferung des neuen Großraumjets A350 verspätet sich.(Foto: picture alliance / dpa)

Übergabe vor Weihnachten: Neuer A350 landet mit Verspätung

Nach mehreren Hiobsbotschaften nun eine kleine Entwarnung: Der Hoffnungsträger von Airbus, der neue Langsteckenflieger A350, kommt zu spät, aber er kommt. Nicht näher genannte Probleme scheinen behoben. Die Zukunft des A380 bleibt unterdessen offen.

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Die ursprünglich für diesen Samstag vorgesehene Auslieferung des ersten neuen Langstreckenflugzeugs A350 von Airbus an Qatar Airways soll rund zehn Tage später und damit noch kurz vor Weihnachten stattfinden.

Der Jet werde am 22. Dezember an den Großkunden Qatar Airways übergeben, teilte der europäische Flugzeugbauer in einer Presseeinladung mit.

Die Auslieferung war kürzlich auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Gründe nannten die Vertragspartner dafür nicht. Insider berichteten aber, Airbus und Qatar Airways stünden kurz vor einer Lösung, die Maschine solle binnen zehn Tagen ausgeliefert werden. Die Auslieferung war ohne Angabe konkreter Gründe verschoben worden. Airbus sprach lediglich von noch nötigen Testflügen.

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Die Übergabe soll der Start für die weltweite Auslieferung werden. Die spritsparende Maschine gilt als Hoffnungsträger von Airbus. Sie soll der Boeing 787 ("Dreamliner") Konkurrenz machen. Die aufwändige Produktion belastet den europäischen Flugzeugbauer jedoch schon jetzt. Die Entwicklung des A350 hat rund 15 Milliarden Dollar verschlungen. Die arabische Fluggesellschaft Emirates hatte zudem ihre komplette Order über 70 der Langstreckenflieger zurückgenommen, die laut Liste 16 Milliarden Dollar gekostet hätten. Wie der Konzern einräumt, wird der Gewinn wird 2016 nicht ansteigen. Boeing verdient dagegen gutes Geld im Zivilflugzeugbau - mehr als Airbus.

A380 droht das Aus

Airbus kämpft zur Zeit an mehreren Fronten: Die Zukunft des A380, des größten Passagierflugzeugs der Welt, ist offenbar ungewiss. Das Modell könnte 2018 eingestellt werden. Alternativ könnte Airbus den Flieger allerdings auch sparsamer produzieren. Helfen könnte dabei der wichtigste Kunde: Die arabische Fluggesellschaft Emirates wäre offenbar bereit, in eine modernisierte Version des Riesenjets zu investieren.

In dem A350-900 können bis zu 315 Passagiere über eine Distanz von 14.500 Kilometern reisen. Airbus und der US-Rivale Boeing versprechen sich von den neuen Maschinen deutliche Einsparungen von bis zu 25 Prozent Treibstoff. Ende November lagen Airbus Bestellungen für 778 Exemplare des neuen Flugzeuges vor.

Quelle: n-tv.de

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