Wirtschaft
Braucht VW schon wieder einen neuen Vorstand? Nein, sagt Stephan Weil.
Braucht VW schon wieder einen neuen Vorstand? Nein, sagt Stephan Weil.(Foto: dpa)

Trotz neuer Verdachtsmomente: Niedersachsen stützt VW-Vorstand

Sind auch aktuelle VW-Vorstände in den Abgasskandal verwickelt? Niedersachsens Ministerpräsident Weil winkt ab. Erstmal abwarten, sagt er, für einen Wechsel an der Konzernspitze sieht er keinen Anlass.

Im Abgasskandal von Volkswagen stützt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den VW-Vorstandvorsitzenden Matthias Müller sowie den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Hans Dieter Pötsch. Er sehe "keine Veranlassung", über einen personellen Wechsel auf diesen Positionen nachzudenken, sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe) laut Vorabbericht.

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"Nicht weil ich ein blinder Apologet von irgendjemandem wäre, sondern weil ich die Dinge durchaus kritisch und nüchtern betrachte, aber eben auch abgewogen." Niedersachsen ist zweitgrößter Aktionäre von VW. Zu einer möglichen Verstrickung von Müller und Pötsch in den Abgasskandal sagte Weil dem Blatt: "Dazu gibt es eigentlich keine neuen Erkenntnisse. Es ist nie ein Hehl daraus gemacht worden, dass es einen kurzen Zeitraum gab, in dem der VW-Vorstand Probleme mit dem Diesel in den USA kannte, aber die Öffentlichkeit noch nicht informiert war.

Wie sich der Vorstand in dieser Phase verhalten hat, wird im Rahmen der Aufklärung analysiert werden." Weil sieht auch nach wie vor die Stammbelegschaft von VW nicht in Gefahr. "Die Stammbelegschaft bei Volkswagen ist sicher. Ich habe keine Hinweise, dass sich das ändert. Unter den gegebenen Bedingungen läuft der Absatz recht gut."

Der Wolfsburger Konzern hatte im vergangenen Jahr zugegeben, millionenfach Stickoxid-Werte von Dieselautos mit einer illegalen Software manipuliert zu haben. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Europas größtem Autobauer drohen deshalb hohe Schadensersatzzahlungen und Strafen.  

Quelle: n-tv.de

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