Wirtschaft
Es läuft nicht rund bei Nissan.
Es läuft nicht rund bei Nissan.(Foto: REUTERS)

Suzuki punktet im Ausland: Nissan kappt Gewinnziel

Licht und Schatten bei den japanischen Autobauern: Nissan verzeichnet in China einen Absatzeinbruch und leidet unter einer Rückrufaktion im September. Dagegen ist man bei Suzuki zufrieden. Der Kleinwagenhersteller profitiert von einer erhöhten Auslandsnachfrage.

Der Autobauer Nissan Motor hat nach einem Absatzeinbruch in China und Südostasien sein Gewinnziel gekappt. Für das Geschäftsjahr zum Ende März werde nur noch mit einem Überschuss von 355 Milliarden Yen (2,64 Milliarden Euro) gerechnet, teilte Japans Branchenzweiter nach Toyota mit. Dies ist fast ein Fünftel weniger als Nissan bisher in Aussicht gestellt hatte. Auch ein großangelegter Rückruf von mehr als 900.000 Autos im September lastet Nissan zufolge auf dem Jahresergebnis.

Zugleich kündigte das Unternehmen an, sein Management umzubauen. Der bisher für das operative Geschäft zuständige Manager Toshiyuki Shiga und damit die bisherige Nummer zwei beim Autobauer werde sich künftig um außerbetriebliche Angelegenheiten kümmern und wechsele ins Direktorium. Nissan-Chef Carlos Ghosn, der auch den französischen Partnerkonzern Renault führt, bleibe an der Konzernspitze.

Ghosn hat hohe Wachstumsziele für Nissan ausgerufen. Er will den Marktanteil erhöhen und die operative Marge auf acht Prozent bis 2017 steigern. Angesichts der Probleme in China, Qualitätsproblemen und mehrfacher Rückrufe wird es jedoch schwer, dies zu erreichen. Um dem Geschäft in der Volksrepublik mehr Gewicht beizumessen, soll dieses künftig als eigenständige Region geführt werden. Zudem werden die Märkte in Nord- und Südamerika getrennt. Auch Partner Renault durchläuft derzeit eine umfassende Restrukturierung.

Schwacher Yen treibt Suzuki

Größerer Optimismus herrscht beim japanischen Kleinwagenspezialisten Suzuki. Er verdiente im ersten Geschäftshalbjahr dank einer starken Nachfrage außerhalb Japans deutlich mehr. Die Auslandsnachfrage erhöhte sich in den Monaten April bis September um mehr als ein Fünftel, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Hier profitierte der Autohersteller auch von der Geldpolitik der japanischen Notenbank. Die Notenbanker drücken seit Monaten den Yen, um die Exportchancen der heimischen Wirtschaft zu erhöhen.

Der Überschuss stieg im ersten Halbjahr bis Ende September um fast ein Viertel auf rund 52 Milliarden Yen (387 Millionen Euro). Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 1,4 Billionen Yen nach 1,2 Billionen vor einem Jahr. Für das bis 31. März 2014 laufende Geschäftsjahr erwartet Suzuki unter dem Strich einen Gewinn in Höhe von 100 Milliarden Yen und einen Umsatz von 2,8 Billionen Yen.

Quelle: n-tv.de

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