Montag, 02. November 2009
Kapitalverkehr erleichtert: Normalisierung in Island
Nach Angaben aus Reykjavik kann Geld aus allen ab 1. November getätigten Investitionen wieder in jeder beliebigen Höhe und Währung ausgeführt werden. Diese müssen aber weiter vorab angemeldet werden.Die isländische Nationalbank beginnt ein Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise wieder mit der Liberalisierung des Kapitalverkehrs. Nach Angaben aus Reykjavik kann Geld aus allen ab 1. November getätigten Investitionen wieder in jeder beliebigen Höhe und Währung ausgeführt werden. Diese müssen aber weiter vorab angemeldet werden.
Die "Sedlabanki" hatten Ende November 2008 scharfe Beschränkungen für den Devisenverkehr sowohl einheimischer und ausländischer Anleger wie auch der Bevölkerung bei Auslandsreisen eingeführt. Sie reagierte damit auf den Zusammenbruch der drei größten isländischen Banken, die dem Land einen dramatischen Wertverlust der Landeswährung Krone, Rekordzinsen von derzeit immer noch zwölf Prozent und einen zeitweiligen Stopp des kompletten Kreditgeschäfts bescherte.
Island mit seinen 320.000 Einwohnern hat in der Zwischenzeit die Mitgliedschaft in der EU beantragt und Kredithilfen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie mehreren befreundeten Ländern bekommen. Die Zentralbank will Schritte zur kompletten Liberalisierung des Kapitalverkehrs von der weiteren wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung abhängig machen.
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Deutsche Bank vor Vergleich
775 Millionen Euro für Kirch-Erben
-
Frühwarnsystem gegen Schuldenspeck
EU ruft zum Gleichgewichtstest
-
Bitten und Bieten
Die China-Mission der EU
-
Nach der Erleichterung die Sorgen
Euro kommt zurück
-
Airbus-Chef Enders gesteht Fehler ein
Haarrisse "haben wir vermasselt"
-
Wie geht es weiter in Athen?
Dax vorsichtig optimistisch
-
"Viele sitzen auf Cash"
Anlegergemüt ist krisensicher
-
Blick nach vorn, nicht nach unten
Nikkei knapst an der 9000
-
Die Angst ist weg (vorerst)
Athener Ja beflügelt Dax
-
"Extremer Pessismismus" ist weg
Öl und Kupfer legen zu
-
BIP schrumpft unerwartet deutlich
Japan zittert vor Rezession
-
Brände und Straßenschlachten
Athen akzeptiert Sparauflagen

