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Wohin geht die Reise?: Ölpreis ist auf Berg- und Talfahrt

Zwischen politischen Spannungen und wirtschaftlichen Zwängen ist der Ölpreis derzeit gefangen: Stützt erst die sich zuspitzende Lage im Nahen Osten, belasten dann frische Konjunkturdaten aus China.

Hin und her gerissen präsentiert sich der Ölpreis zum Start ins neue Jahr. Einem deutlichen Anstieg von rund 2 Prozent folgen im Anschluss wieder Verluste. Die Marke von 37 Dollar hält zunächst aber - sowohl bei WTI als auch bei Brent.

Der Ölpreis profitierte erst von den neuen Spannungen im Nahen Osten: Saudi-Arabien hatte am Sonntag nach einem Angriff auf die saudische Botschaft im Teheran angekündigt, seine diplomatischen Beziehungen zum Iran abzubrechen. Hintergrund des Angriffs auf die Botschaft waren Proteste gegen die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien gewesen.

Dann schürten frische Konjunkturdaten aus China aber Ängste, dass das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt deutlicher nachlassen könnte als bisher gedacht. Das impliziert eine schwächere Nachfrage nach dem "schwarzen Gold", was den Preis wieder zurückkommen ließ. Nach einem kurzen Sprung auf 38,50 Dollar beim Brent-Öl fiel die Erholung wieder in sich zusammen. Aktuell notiert das Barrel (159 Liter) wieder bei 37,18 Dollar. Auch WTI liegt in diesem Bereich.

Analysten sehen zudem in den Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran überwiegend keinen Grund für erhöhte Volatilität. Die Spannungen blieben auf dem politischen Level und es gebe keine Aussicht auf einen militärischen Konflikt, sagte Vyanne Lai, Energie-Analyst der National Australia Bank. Der Markt dürfte sich schon bald wieder auf die Angebotsschwemme fokussieren. Diese hatte im Vorjahr den Preis auf ein Elfjahrestief fallen lassen.

Quelle: n-tv.de

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