Wirtschaft

Batista der "große Verlierer": Ölriese OGX ist pleite

Eike Batista hat Milliarden verloren.
Eike Batista hat Milliarden verloren.(Foto: dpa)

Der brasilianische Ölriese OGX, der zum Firmenimperium des Deutsch-Brasilianers Eike Batista gehört, ist insolvent. Das Unternehmen beantragte Gläubigerschutz, wie eine Gerichtssprecherin in Rio de Janeiro mitteilte. OGX ist hoch verschuldet: Die Ratingagentur Moody's schätzt die Gesamtverschuldung auf bis zu 5,4 Milliarden Euro, das Unternehmen verzeichnet allerdings auch noch Guthaben im Umfang von 2,7 Milliarden Dollar.

Das Insolvenzverfahren von OGX dürfte das größte in Lateinamerika seit 1990 sein. OGX war einst das Flaggschiff im Batistas Firmenimperium EBX, zu dem noch zahlreiche andere Energie- und Bergbauunternehmen gehören.

Der Schritt in den Gläubigerschutz war erwartet worden, nachdem Verhandlungen mit wichtigen Gläubigern gescheitert waren. Stimmt das Gericht dem Insolvenzverfahren zu, hat OGX 180 Tage Ruhe vor seinen Gläubigern. Das Unternehmen muss dann innerhalb von 60 Tagen einen Restrukturierungsplan ausarbeiten, dem die Gläubiger wiederum binnen 30 Tagen zustimmen müssen.

Nur noch Millionär

OGX war zu seinen Spitzenzeiten im November 2010 an der Börse umgerechnet rund 25 Milliarden Euro wert; zuletzt war es gerade noch ein Hundertstel davon. Batista selbst galt bis vor kurzem als siebtreichster Mann der Welt, doch hat er Schätzungen zufolge rund 30 Milliarden Dollar (knapp 22 Milliarden Euro) an Vermögen verloren. Zuletzt wurde sein Vermögen auf rund 900 Millionen Dollar veranschlagt.

Batista, der eine deutsche Mutter - Jutta Fuhrken - hat, wird am Sonntag 57 Jahre alt. Der Unternehmer versuchte auch durch Verkäufe, seinen Konzern EBX vor dem Untergang zu bewahren. Kurzfristig verkaufte er Kohleminen in Kolumbien für 450 Millionen Dollar an die türkische Holding Yildrim. Aufgrund der raschen Milliardenverluste ernannte das Wirtschaftsmagazin "Forbes" Batista zum "großen Verlierer" des Jahres 2012.

Quelle: n-tv.de

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