Wirtschaft
HTC One: Das Flaggschiff des taiwanesischen Konzerns schnitt bei Tests sehr gut ab, die Kunden greifen aber weiter lieber zu den Galaxy- und iPhone-Modellen der Konkurrenz.
HTC One: Das Flaggschiff des taiwanesischen Konzerns schnitt bei Tests sehr gut ab, die Kunden greifen aber weiter lieber zu den Galaxy- und iPhone-Modellen der Konkurrenz.(Foto: REUTERS)

One-Serie kann nicht punkten: HTC setzt auf Billig-Modelle

Im dritten Quartal rutscht HTC erstmals in die Verlustzone. Der Aktienkurs ist so niedrig wie zuletzt 2005 - als der Konzern noch nicht im Smartphone-Markt tätig ist. Rigoroses Sparen soll die Wende bringen, ebenso eine Neuausrichtung. Und die hat es in sich.

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Mit einer Verschärfung seines Sparkurses reagiert der Smartphone-Hersteller HTC auf den harten Konkurrenzkampf in der Branche. Die Ausgaben würden im laufenden vierten Quartal um rund ein Viertel gesenkt, teilte der Konzern ohne Angabe von bestimmten Sparschritten mit. Den Smartphone-Markt beherrschen derzeit die beiden Hersteller Samsung und Apple. Auf dem Vormarsch befinden sich vor allem chinesische Hersteller wie ZTE und Huawei.

Angesichts des stagnierenden Wachstums auf dem Markt für besonders teure Smartphones will sich der taiwanesische HTC-Konzern künftig stärker auf den Verkauf von günstigeren Modellen konzentrieren. Bisher hatten sich die Taiwaner auf Luxusgeräte wie die preisgekrönten Flaggschiff-Modelle HTC One fokussiert, die sie vor allem in China bewarben.

HTC rechnet mit weiteren Einbrüchen

Zuletzt warnte Branchenprimus Samsung davor, dass angesichts des zunehmenden Wettbewerbs die Smartphone-Verkäufe wohl auch im wichtigen Weihnachtsgeschäft nicht mehr so stark zulegen wie gewohnt. Kurzfristig rechnet nun auch HTC nicht damit, dass sich die neue Ausrichtung auf günstigere Modelle auszahlt. Fürs Schlussquartal geht der Konzern von einem Umsatzeinbruch um bis zu 15 Prozent zum Vorquartal aus und nur einem minimalen Gewinn.

Im dritten Quartal war HTC erstmals in die Verlustzone gerutscht. Der Marktanteil brach nach Informationen der Gartner-Marktforscher von einem Hoch von rund 10 Prozent vor zwei Jahren auf jüngst 2,6 Prozent ein. Diese Situation ließ zuletzt immer wieder Fusionsgerüchte hochkochen. Kreisen zufolge hat HTC längst seine Produktion zurückgefahren, Werke geschlossen und einen Teil der Herstellung ausgelagert.

Der Aktienkurs befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit 2005 und damit einem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen noch gar keine Handys unter dem Markennamen HTC auf dem Markt hatte.

Quelle: n-tv.de

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