Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

30 Millionen Barrel am Tag: Opec lässt das Öl weiter sprudeln

Auf dem Ölmarkt kämpfen die traditionellen Förderer und die Schieferöl-Firmen aus Nordamerika hart um Marktanteile. Um ihre Macht zu sichern, versucht die Opec, ihre Herausforderer aus dem Markt zu drängen. Gewinner sind weiter die Verbraucher.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) tastet ihre Förderquoten nicht an. Es habe Übereinstimmung zwischen den Opec-Mitgliedern geherrscht, die Obergrenze unverändert zu lassen, sagten hochrangige Opec-Delegierte nach einem Treffen der Ölminister in Wien. Sie beträgt für die nächsten sechs Monate damit weiter 30 Millionen Barrel (Ein Barrel entspricht 159 Liter) am Tag. Zuletzt hatten sich führende Vertreter des Förderkartells zuversichtlich zu den Perspektiven der Ölproduzenten gezeigt. Der saudiarabische Ölminister Ali al-Naimi sagte, die Entscheidung sei einvernehmlich getroffen worden. Das nächste Opec-Treffen sei für den 4. Dezember anberaumt worden.

Im vergangenen Jahr hatte ein weltweites Überangebot bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage die Ölpreise drastisch nach unten gedrückt. Inzwischen haben sie sich wieder auf rund 62 Dollar je Barrel erholt, nachdem es im Januar noch fast 20 Dollar weniger waren. Mit dem derzeitigen Preis will sie das konkurrierende Schieferöl aus den USA und Kanada aus dem Markt drängen.

Ärmere Opec-Mitglieder leiden unter niedrigem Ölpreis

Beim vergangenen Treffen Ende November hatten Venezuela und andere Länder noch versucht, Saudi-Arabien von einer Förderdrosselung zu überzeugen. Dies war ihnen aber nicht gelungen. Damit setzte sich eine Gruppe wohlhabender Golfstaaten um Saudi-Arabien durch. Ärmere Opec-Mitglieder, die durch die Entwicklung schmerzhafte Einbußen im Staatshaushalt spüren, kritisierten dies heftig. Einer der Hauptleidtragenden des niedrigen Ölpreises ist das Nicht-Opec-Mitglied Russland, das rund 40 Prozent seiner staatlichen Einnahmen aus dem Öl-Export bezieht.

Nordseeöl der Sorte Brent kostete am Freitag 62,48  Dollar je Barrel (159 Liter) und damit 0,6 Prozent mehr. Der Preis für das US-Öl WTI zog um 1,1 Prozent auf 58,66 Dollar je Barrel an. Einige Investoren hatten wegen der Kämpfe im Nahen Osten und den davon ausgehenden Risiken für den Rohöl-Nachschub auf eine Aufstockung der Fördermengen gesetzt.

Quelle: n-tv.de

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