Wirtschaft
Opel möchte wieder zur Nummer zwei auf Europas Pkw-Markt werden.
Opel möchte wieder zur Nummer zwei auf Europas Pkw-Markt werden.(Foto: dpa)

"Willen zu kämpfen": Opel glaubt an baldigen Turnaround

Laut Vorstandschef Karl-Thomas Neumann könnte Opel schneller als bisher gedacht wieder profitabel werden. Zwar verändere der Konzern seinen Ausblick nicht, langfristig hat Neumann allerdings ehrgeizige Ziele.

Der langersehnte Turnaround von Opel wird vielleicht schneller Realität werden als gedacht. Die Zeit der Verluste könnte schon bald ein Ende haben, wie Vorstandschef Karl-Thomas Neumann in einem Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland in Aussicht stellte.

Wenn alles richtig gut laufe, sei es theoretisch nicht ausgeschlossen, dass die Gewinnschwelle schon 2015 erreicht werde, sagte der Manager. "Es gibt allerdings sehr viele Faktoren, die man nicht beeinflussen kann". Deshalb verändere Opel seinen Ausblick auch nicht und bleibe bei dem bisherigen Ziel, 2016 wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Laut Neumann ist Opel aktuell auf einem guten Weg. Trotzdem sei der Turnaround kein Selbstläufer: "Wir sind noch nicht am Ziel. Es wird anstrengend und es wird auf dem Weg sicher auch noch Tiefen geben", sagte er. "Wir haben aber weiterhin den Willen zu kämpfen und durchzuhalten."

Positiver Blick in die Zukunft

Mit der aktuellen Entwicklung des europäischen Automarktes ist Neumann zufrieden. Dass der Markt in den vergangenen Jahren so stark abgestürzt ist, hat für ihn auch Gutes: "Für die nächsten Jahre haben wir einen Ersatzboom vor uns." Dieser könne Opel "mehrere Jahre" unterstützen. Auch aus preislicher Sicht stehen die Zeichen in Europa nach Neumanns Aussage auf Erholung.

Aufgrund des Konflikts mit der Ukraine rechnet der Opel-Chef in diesem Jahr mit einem Rückgang des russischen Automarktes. "Wir sind jetzt mit weiteren Investitionen vorsichtig und versuchen erst einmal zu verstehen und zu beobachten, wie die Situation sich entwickelt."

Längerfristig bleibt es Neumanns Ziel, Opel wieder zur Nummer zwei auf Europas Pkw-Markt zu machen: "Das haben wir uns vorgenommen, und das ist absolut möglich." Dann wäre Opel wohl auch wieder richtig profitabel, sagte Neumann. Denn der Break-Even sei zwar ein wichtiges Etappenziel. Längerfristig solle aber mehr erreicht werden, als an der Null "herumzukrebsen".

Quelle: n-tv.de

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