Dienstag, 19. Januar 2010
Der Krise getrotzt: Ost-Wirtschaft robust
Ostdeutsche Unternehmen haben die Krise nach Einschätzung der Bundesregierung bisher erstaunlich gut überstanden. Mit Sorge sieht der Bund aber den ostdeutschen Arbeitsmarkt. Auch fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sei die Arbeitslosigkeit immer noch fast doppelt so hoch wie im Westen. Auch gibt es im Osten deutlich mehr Langzeitarbeitslose.
"In der aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise hat sich die ostdeutsche Wirtschaft als relativ robust erwiesen", heißt es im Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts der Regierung. In den neuen Ländern seien viele innovative kleine und mittlere Unternehmen entstanden.
"Sie tragen erheblich dazu bei, dass sich die ostdeutsche Wirtschaft heute dynamischer darstellt als dies noch vor wenigen Jahren erwartet wurde", steht in den Entwurf. Die Ost-Wirtschaft könne sich in der Krise auch deshalb gut behaupten, weil sie nicht so stark vom eingebrochenen Export abhängig sei.
Die Bundesregierung bekennt sich in dem Papier weiter zum Aufbau Ost. "Insgesamt zeigt sich, dass die Chance besteht, die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Länder bis zum Jahr 2019 an die vergleichbarer westdeutscher Länder heranzuführen", heißt es.
wne/dpa
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