Wirtschaft
Hans-Otto Schrader, hier bei der Bilanzpräsentation im vergangenen Mai.
Hans-Otto Schrader, hier bei der Bilanzpräsentation im vergangenen Mai.(Foto: picture alliance / dpa)

"Eine Art verbaler Startschuss": Otto-Chef lässt sich duzen

Wenn das kein Weltrekord ist, ist es mindestens eine Weltjahresbestleistung: Hans-Otto Schrader bietet Zehntausenden Otto-Angestellten auf einen Schlag das "Du" an. Das ungewöhnliche Angebot ist an eine strikte Bedingung geknüpft.

Der Vorstand des Hamburger Handelskonzerns Otto Group hat seinen weltweit 53.000 Mitarbeitern das "Du" angeboten. "Wer die Vorstände duzen will, der kann das tun", sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader der "Wirtschaftswoche". Es gebe aber keinen Duz-Zwang.

Das Angebot sei "eine Art verbaler Startschuss für unser Projekt Kulturwandel 4.0", erklärte Schrader. Ziel sei eine stärkere Einbindung der Mitarbeiter. "Meine Bedingung für den Duz-Vorschlag war, dass mein Kurzname Hos - für Hans-Otto Schrader - verwendet wird. Der klingt doch frischer als Hans-Otto. Und Hos höre ich jetzt tatsächlich öfter."

"Projekt Kulturwandel 4.0"

Wirtschaftlich geht es der Otto Group derzeit wieder besser. "Unser Geschäftsjahr, das am 29. Februar endet, werden wir mindestens mit einer schwarzen Null vor Steuern abschließen", sagte Schrader dem Blatt. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 125 Millionen Euro Verlust vor Steuern gemacht.

Schrader stellt weiteres Wachsum in Aussicht: Der Konzern lege derzeit wieder stärker zu "Die Otto Group wird 2015/16 ein Plus von mehr als vier Prozent erreichen und den Umsatz auf rund 12,5 Milliarden Euro steigern", sagte er. Probleme der französischen Tochter und die anhaltende Russland-Krise hätten noch höhere Umsatzzuwächse verhindert.

Quelle: n-tv.de

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