Mehr als 30.000 Stellen fallen wegPanasonic setzt das Messer an

Der scharfe internationale Wettbewerb zwingt den japanischen Großkonzern Panasonic zu einschneidenden Maßnahmen. In den kommenden Monaten soll fast ein Zehntel der Belegschaft das Unternehmen verlassen.
Der japanische Elektronikriese Panasonic streicht massiv Stellen, um angesichts der zunehmenden Konkurrenz Kosten zu sparen. Bis Ende des Geschäftsjahres 2012 sollen etwa 34.000 Jobs der rund 384.000 wegfallen, teilte der Konzern mit. Panasonic bestätigte damit einen entsprechenden Zeitungsbericht.
Die Wirtschaftszeitung "Nikkei" hatte berichtet, der Schritt koste das Unternehmen in diesem Jahr zunächst mehr als 100 Mrd. Yen (rund 825 Mio. Euro). "Die Zahl ist groß, aber die Firma ist es auch, und für ein altmodisches Unternehmen wie Panasonic ist das ein großer Schritt", sagte Toru Hashizume von Stats Investment Management in Tokio. Die Panasonic-Aktie war vor der offiziellen Bekanntgabe der Sparmaßnahmen in Tokio knapp 2,4 Prozent fester aus dem Handel gegangen.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr per Ende März wies Panasonic einen Anstieg des Betriebsgewinns um 60 Prozent aus. Das Ergebnis kletterte den Angaben nach auf 305,3 Mrd. Yen nach 190,5 Mrd. Yen im Vorjahr. Damit verfehlte Panasonic seine eigene Prognose von 310 Mrd. Yen, schnitt aber besser ab als am Markt erwartet.
Wegen der Ungewissheit nach dem schweren Beben und Tsunami in Japan wagte das Unternehmen keine Prognose für das neue Geschäftsjahr.