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Wirtschaft

Dienstag, 31. August 2010

Argumentationshilfen aus Frankreich: Paris ermuntert Deutsche

Christine Lagarde, Wirtschaftsministerin Frankreichs, behält volkswirtschaftlich das Große und Ganze im Blick: Nach der Krise rät sie den Gewerkschaften im Nachbarland, die hochgelobte Lohnzurückhaltung aufzugeben. Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei dem deutschen Konsum.
Zwischen Krise und Aufschwung: Wann sind die Arbeitgeber bereit, eine Schippe draufzulegen?

Zwischen Krise und Aufschwung: Wann sind die Arbeitgeber bereit, eine Schippe draufzulegen?
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die deutschen Gewerkschaften bekommen bei ihren jüngsten Tarifverhandlungen Rückendeckung aus Frankreich. Von einer Anhebung der Löhne in Deutschland könne die Euro-Zone profitieren, sagte Wirtschaftsministerin Christine Lagarde im französischen Nachrichtensender LC1.

Lagarde begrüßte die Sympathie, die Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Lohnforderungen der Gewerkschaften habe erkennen lassen. "Ich habe immer gesagt, dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft für die Euro-Zone nur auszahlt, wenn die Arbeiter durch Lohnerhöhungen davon profitieren und es Konsum gibt." Lagarde hatte Deutschland zuvor wiederholt vorgeworfen, nicht genug für die Binnennachfrage zu tun.

Für mehr Binnennachfrage in Deutschland: Christine Lagarde.

Für mehr Binnennachfrage in Deutschland: Christine Lagarde.
(Foto: Reuters)

Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Euro-Zone, hat mit einem Wachstum von 2,2 Prozent im zweiten Quartal Frankreich (plus 0,6 Prozent) weit in den Schatten gestellt.

Angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs rücken die deutschen Gewerkschaften von der moderaten Lohnpolitik der vergangenen Jahre ab und fordern deutlich höhere Einkommen für die Arbeitnehmer.

Bundeskanzlerin Merkel hatte dazu am Wochenende gesagt: "Ich hoffe, dass man eine Lösung der Vernunft findet, bei der natürlich verbesserte Situationen der Unternehmen sich auch widerspiegeln werden bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern".

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