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Wirtschaft

Montag, 12. September 2011

Die Busch-Trommel: Pest oder Cholera

von Friedhelm Busch

Die regierungsamtlichen Schreckensbilder sind offenbar nicht ohne Wirkung geblieben. Nur wenige Abgeordnete stemmen sich gegen einen europäischen Rettungsschirm, obwohl seine Folgen für Deutschland unabsehbar sind.
Friedhelm Busch

Friedhelm Busch

Nun fallen der Bundesregierung all die alarmierenden Reden schmerzhaft auf die eigenen Füße, die Merkel und Co. in den vergangenen Monaten gehalten haben, um die Abgeordneten ihrer Regierungskoalition von der unbedingten, "alternativlosen" Notwendigkeit der geplanten europäischen Rettungsprogramme zu überzeugen.

Die beschworenen Bilder konnten dabei gar nicht schrecklich genug sein: Bei einem Zusammenbruch Griechenlands und anderer europäischer Pleitekandidaten werde der Euro untergehen und in der Folge unser aller Wohlstand, den wir nicht zuletzt den Exporterfolgen der deutschen Wirtschaft im benachbarten Europa zu verdanken haben. Fiele erst einmal Griechenland wegen Zahlungsunfähigkeit aus dem Euro-System heraus, würden sich Finanzspekulanten umgehend auf den nächsten Wackelkandidaten stürzen und nicht eher ruhen, bis auch diesem die Kraft, sprich das Geld ausgeht. Land für Land würde Europa demontiert, der Euro zur Bonbonwährung verkommen. Im schlimmsten Fall könnte das geeinte Europa wieder in rivalisierende Nationalstaaten auseinander brechen. Mit Konsequenzen, wie wir sie gerade als deutsche Bürger nie vergessen sollten.

Diese regierungsamtlichen Schreckensbilder sind offenbar nicht ohne Wirkung geblieben. Nur wenige Abgeordnete stemmen sich noch gegen einen europäischen Rettungsschirm, obwohl seine möglichen Folgen für Deutschland unabsehbar sind, während sich die Zweifel an seiner Wirkung konkret in den fallenden Eurokursen spiegeln.

Von Grillen und Ameisen

Doch die Bundesbürger lassen sich offenbar nicht von diesen apokalyptischen Visionen schrecken. Sie bangen ganz konkret um ihre Ersparnisse und Steuergelder, die sich bald in Luft auflösen könnten, weil einige europäische Nachbarn wie die Grille in La Fontaines Fabel den ganzen Sommer lustig fiedelnd durchs Land gezogen sind, ohne einen Gedanken an den kommenden Winter zu verschwenden, nun aber, bei Einbruch der Kälte, von den Ameisen ernährt werden möchten, die im Sommer nicht gefiedelt, sondern Vorräte für den Winter angehäuft haben.

Sollen die Griechen jetzt doch darben, von uns gibt es nichts! So die Mehrheit der Deutschen, die sich, ganz im Sinne ihrer Bundeskanzlerin, offenbar als emsige Ameisen verstehen. Und da sie als Wähler pfleglich behandelt werden müssen, hält die Bundesregierung auch für sie beruhigende Worte bereit: Finanzielle Hilfe gibt es von Deutschland natürlich nur, wenn die europäischen Pleitekandidaten alles, wirklich alles tun, um ihrem " extremen Pumpkapitalismus" abzuschwören.

Und tatsächlich: Alle Wackelkandidaten der Euro-Zone haben natürlich eilfertig ihre Hand zum Stabilitätsschwur gehoben, um von dem europäischen Geldsegen etwas abzubekommen. Schuldenbremsen in der Verfassung, ein Ende bürokratischer Verfilzungen, Öffnung der Märkte, mehr Steuerehrlichkeit, höhere Verbrauchssteuern, geringere Gehaltszahlungen im öffentlichen Dienst, Verkauf des heimischen Tafelsilbers. Halt das ganze Programm. Alles wurde versprochen. Da die Stabilitätssünder Besserung gelobten, konnte man ihnen dabei auch tatkräftig helfen, würde den Protesten der deutschen Ameisen mit der Zeit der Boden entzogen. Oder? Diese Rechnung schien auch anfänglich aufzugehen.

Doch nun stellt sich plötzlich heraus, dass die Stabilitätsschwüre der Griechen wenig bis gar nichts bewirkt haben. Trotz der bereits ausgezahlten Hilfsgelder sind die griechischen Staatschulden seit dem Beginn des Rettungsprogramms nicht gesunken, sondern von 302 Mrd. € auf jetzt 356 Mrd. € gestiegen, befindet sich das Wirtschaftswachstum des Landes im freien Fall, signalisieren Regierung und Proteste der Bevölkerung das Ende ihrer Bemühungen um Stabilität.

Prinzip Hoffnung

Wundern darf sich darüber niemand, denn wie soll die griechische Wirtschaft wachsen, wenn drastische Gehaltskürzungen und höhere Verbrauchssteuern den Konsum im Lande lähmen? Wie sollen die ausstehenden Steuern eingetrieben werden, wenn die Mehrheit der griechischen Steuerschuldner längst pleite oder im Staatsbesitz ist? Woher sollen die einkalkulierten Milliarden-Einnahmen aus Privatisierung und Verkauf staatlicher Unternehmen kommen, wenn es kaum Käufer gibt? Wie kann überhaupt Staatsbesitz zu Geld gemacht werden, wenn die ausländischen Gläubiger diesen als Sicherheiten für ihre Kredite reklamieren?

Nun erweisen sich all diese "unbedingten" Voraussetzungen deutscher Finanzhilfen als wenig durchdachte Illusion, als öffentliches Wunschdenken mit Blick auf die heimischen Wähler. Und jetzt, Frau Merkel? Weiter helfen? Gegen den mehrheitlichen Willen der Bundesbürger? Bei der gegenwärtigen Stimmung im Lande ist das sehr unwahrscheinlich.

Also am Ende doch den Griechen den Austritt aus dem Euro-Verbund durch einen radikalen Schuldenschnitt schmackhaft machen und dem beschworenen Untergang ins Auge sehen? Eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber vielleicht war ja alles nur bewusste Schwarzmalerei um die Abgeordneten bei der Stange zu halten. Hoffen wir es.

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Kommentare
Ilka Bourqui-Moroni schreibt:
12.09.2011 08:28

Wie immer ein sehr guter Artikel, aber eins ist neu: wo bleibt die _Bewertung des Geschilderten? Hoffen wir es ist mir da bei einem Mann wie Ihnen nicht genug.


Torsten Hunke schreibt:
12.09.2011 08:43

Frage 1. Was hat ein Staatsbankrott Griechenlands mit dem Untergang des Euros zu tun? Nichts, das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Eine geordnete Insolvenz wäre vor dem umjubelten Rettungsschirm ohne Probleme möglich gewesen. Nur hätten dann unsere tollen Banken einige unschöne Löcher in ihren Bilanzen gehabt. Gläubiger müssen die Risiken tragen, welche sie beim Kreditgeben eingehen. Frage 2. Was hat Griechenland mit Kapitalismus zu tun? Nichts, Eine riesige Bürokratie verzehrt alles, was die Wirtschaft zu erbringen vermag. Die sozialen Sicherungssystem tragen ebenfalls einen gigantischen Anteil an der Verschuldung. Das Land und alle anderen Länder auch leben über ihre Verhältisse auf Kosten zukünftiger Generationen. Die künstlich niedrig gehaltenen Zinssätze funktionieren nur, so lange das Volk an das Papier glaubt. Danach kommt der Knall und die Depression. Was sollte die Politik tun, um die Krise aufzuhalten? NICHTS. Alles was unternommen wurde und noch wird, wird nur die Krise noch verschärfen, denn Interventionismus, also das Wir machen mal was, und sehen was passiert, dann machen wir noch was und schauen wieder was passiert, kann Krisen nicht verhindern, nur verzögern und dadurch verstärken. Dumm ist der, der Dummes tut.


Anita Künstle schreibt:
12.09.2011 09:03

Diesen Weg gegen den Willen der Bevölkerung fortzuschreiten, ist ein Verbrechen, das an die Willkür absolutistischer oder totalitärer Regime erinnert.


Andreas schreibt:
12.09.2011 09:19

Was wäre eigentlich so schlimm an einer Staatspleite von Griechenland? Irgendwann krachen alle Schneeballsysteme zusammen, verboten sind sie sowieso. Nur das hier die politische Klasse verspricht trotz immer höherer Schuldenberge alle Einlagen mit sicheren Renditen zurückzahlen zu können. Dann müßten eben die Spekulaten auf einen Teil ihres Einsatzes und auf den gesamten erhofften Gewinn verzichten. So wie es aber jetzt ist, sieht es danach aus, daß der europäische Steuerzahler für deren Gewinne garantieren soll. Das muß meines Erachtens ein Ende haben, da große Finanzinvestoren und Banken um das Risiko ihrer Investments eigentlich Bescheid wissen müßten. Und solange es gut ging, haben sie auch brav die Gewinne eingesteckt. Jetzt, da es aber offenbar nicht mehr geht, rufen sie nach dem europäischen Steuerzahler. Aber nicht um als Wähler zu regulieren, sondern um zu zahlen. Argentinien hat 2001/02 ebenfalls den Staatsbankrott erklärt und denen geht es heute gar nicht mal so schlecht. Allerdings konnten die auch ihre Währung abwerten. Ich denke, wenn man den Investoren zeigt, daß zu viel Druck eine Staatspleite und damit einen Zallungsausfall nach sich zieht, werden sie sich überlegen, ob sie das bei einem weiteren Staat noch mal riskieren werden oder lieber wieder kleinere Brötchen backen und den Staaten Luft lassen sollten, sich zu entschulden. Das Problem dabei: Dafür scheint es zu spät, weil sich die Regierungen in Europa und die EZB vermutlich dem schlechten Rat der Investoren und Banken folgend, die eher an sich selbst als an andere denke, ja inzwischen selbst zu den größen Gläubigern gesellt haben und sich nun ins eigene Fleisch schneiden müßten. Das kommt davon, wenn man zu viel auf Lobbyisten hört. Aber der Steuerzahler hats ja. Zur Not arbeitet er halt bis 69, damit nur keine Steuern aufs Investmentbanking eingeführt werden müssen. Eigentlich ist es ein Wunder, daß wir immer noch nicht protestieren.


Johannes de Farmer schreibt:
12.09.2011 09:35

Herr Busch hat die Dinge sehr schön beleuchtet.Leider ist der Sachverhalt für unsere Politiker zu kompliziert, deshalb raffen die nicht was schon vor Monaten klar war, Giechenland wird so lange geholfen bis die Banken ihre Anleihen los sind... dann lässt man die Griechen fallen!


Heinrich Seibert schreibt:
12.09.2011 09:46

Herr Busch hatte von Anfang an Recht, als er schrieb, Griechenland könne seine Schulden nicht bezahlen. Die EU Politiker haben bei der Integration von Staaten schon gravierende Fehler begangen. Warum sollte wir diesen jetzt eine europäische Wirtschaftsregierung und europäisches Finanzministerium anvertrauen. Zu DM-Zeiten hatten wir beachtliche Exporterfolge Wirtschaftswunder. Aber in dieser Zeit galt das Subsidiaritätsprinzip: Jeder ist zunächst selbst für sich verantwortlich. Eine Abschaffung dieses Prinzips ist Sozialismus. Heinrich Seibert, Worms


Logi schreibt:
12.09.2011 10:01

Keine Bank würde einen nicht-staatlichen Schuldner unter diesen Prämissen retten wollen. Also entweder einen Schuldenberater, z.B. Zwegat, nach Griechenland schicken oder untergehen lassen.Dieses Land mit seinem kleinen Anteil am Inlandsprodukt der EU kann doch nicht ein solches Chaos verursachenwie immer befürchtet. Und die franz. Banken soll doch bitte Herr Sarkozy retten, so wie wir es mit unseren Banken in der Lehmann Krise auch gemacht haben.


Reiner Vogels schreibt:
12.09.2011 10:16

Ich habe Kinder und Enkelkinder. Ich bin zutiefst entrüstet, dass unsere politische Klasse offenbar keine Bedenken hat, diesen jungen Menschen durch die ständigen Euro- und Griechenlandrettungsschirme einen immer höheren und jede Dimension sprengenden Schuldenberg auf die Schultern zu legen. Sie verurteilen die junge Generation zu jahrzehntelanger Schuld- und Zinsknechtschaft. Offensichtlich kann es sich die kinderlose Bundeskanzlerin überhaupt nicht vorstellen, was es heißt, Verantwortung für die kommenden Generationen zu haben.


Rudolf G. schreibt:
12.09.2011 10:32

@Andreas: DANKE für Ihren Kommentar. Alles korrekt auf den Punkt gebracht. ps.: Das Protestieren kommt wenn die Arbeiter weiter so ausgepresst werden, da bin ich mir sicher.


Tom schreibt:
12.09.2011 10:38

Herr Busch, Glückwunsch, Sie wagen es noch ein statement gegen diesen EUROkratie - Wahn abzugeben! - Oder ist es nur ein letztes Aufbäumen und man hat ihnen schon signalisiert eine derartige freie Meinungsäusserung sei in der heutigen Zeit nicht mehr opportun. Stark zurückgetreten, Asmussen Nachfolger, Pseudogewinne werden suggeriert - das Ganze hat doch System ... ich traue Ihnen noch mehr Klartext zu!


Klaus M. schreibt:
12.09.2011 11:29

Na Klasse, schon wieder ein Schwarzmaler, welcher uns die Apokalypse näher bringt. Nichts gegen Herrn Busch, den ich für einen hochinteligenten Menschen halte. Natürlich soll und muss Griechenland sparen. Und die Bevölkerung sollte mal über die Situation nachdenken statt zu streiten , denn wer dauerhaft Steuern hinterzieht muss sich nicht wundern wenn der Staat in Konkurs geht Aber alle europäischen Staaten leben seit Jahren über ihre Verhältnisse und dies nur, weil die Politiker wieder gewählt werden wollen. Alte Regel: Ich kann nur soviel Geld ausgeben, wie ich habe. Aber eine gewisse Schuld sehe ich auch bei uns allen. Ständig Forderungen an den Staat stellen geht auch nicht.Der Staat kann nicht für jeden Mist bezahlen. Vielleicht sollten die Medien mal hierzu auffordern. Aber ständig dem Bürger Angst machen - nein, dass sollte man nicht. Also, liebe Medienvertret, so schön spektakulär die Situation auch ist, bitte hört auf, die Massen zu beunruhigen denn wenn eine Panik ausbricht geht es erst richtig rund.


Panos Giannakoulopoulos schreibt:
12.09.2011 11:36

Sehr geehrter Herr Busch, Ihre Meinung ist legitim und begründet.Alle Kommen-tatoren machen einen kleinen Fehler. Sie rechnen mit dem Verbleib der griechischen Politiker und Parteien an die Macht. Wie würde aber sich die politische Situation ändern, wenn die revolutionäre Kräfte von links bis rechts sich vereinigen und an die Macht kommen und z.B. die NATO-Basen unter griechisches Kommando setzen... Welche Argumente hat die deutsche Politik vorzubringen auf die griechische Frage...warum sind die vereinbarten deutsche Reparationen nicht bezahlt...trotz Vereinbarungen von 1957... Welcher deutscher Stammtisch-Patriot wäre dann bereit seine Heimat zu schützen???.... Alle Aktivitäten der Vorstände von Siemens, Ferrostahl etc.blieben mit der Hilfe der deutschen Justiz unbestraft. Die Griechen haben bis jetzt reagiert...sie werden Augen machen wenn sie anfangen zu agieren....und viele Beshuldigte die Reise nach Athen..per Wohnmobil antreten. Danke .


Klaus M. schreibt:
12.09.2011 12:12

Seht Ihr, da haben wir genau den Punkt. Lieber Panos - nicht - wie immer die andern. Schlag doch bitte auch mal an eure Brust. Das St. Florian-Prinzip klappt nicht


Holger Hillebrand schreibt:
12.09.2011 12:15

Die toxischen Staatsanleihen -das Wort wird ja offiziell noch vermieden- liegen in den Portfolios dieser Welt. Die Schulden Griechenlands lauten auf Euro, auch nach einem eventuellen Ausscheiden aus der Eurozone. Falls Griechenland zur Drachme zurückkehrt, ist daher klar, dass die nie wieder ihre Schulden jemals zurückzahlen können und deshalb die Finanzwelt massivst erschüttert wird, und das wird derzeit an der Börse konkret gehandelt. Und falls es dann nicht wieder der Steuerzahler richten soll, dann eben diesmal die Halter von Lebensversicherungen und Riesterrentenfonds in Form von verlorener Altersvorsorge- denn da ist überall ganz viel Staatsanleihe drin. Das kommt am Ende für den Einzelnen ungefähr aufs gleiche raus. Daher hätte Herr Busch gern die objektive Frage in seinem Artikel stellen dürfen, was am Ende teurer kommt. Er weiss es nicht, Frau Merkel weiss es nicht und ich auch nicht. Aber pauschales Bashing hilft da nicht weiter, soviel sollte klar sein. Das Problem ist letztlich nicht Griechenland, sondern die mangelhafte Konstruktion des Europaktes. Das wiederum weiss seit 12 Jahren jeder, der sich damit beschäftigt -auch Herr Busch. Meine Prognose lautet daher, das dieses Problem nicht damit gelöst wird, was mit Griechenland geschieht, sondern ob und wie alle Euroländer den Währungspakt neu verhandeln und mit den Waigel-Naivitäten von 1999 aufräumen- und das mit oder ohne Griechenland. Bundeskanzler-in wird oder bleibt, wer darauf eine Antwort hat.


Imperius schreibt:
12.09.2011 12:44

Einer der Wenigen die noch die Wahrheit sagen. Aber auf Warner hat man noch selten gehört.


Holger Hillebrand schreibt:
12.09.2011 12:45

Die toxischen Staatsanleihen -das Wort wird ja offiziell noch vermieden- liegen in den Portfolios dieser Welt. Die Schulden Griechenlands lauten auf Euro, auch nach einem eventuellen Ausscheiden aus der Eurozone. Falls Griechenland zur Drachme zurückkehrt und abwertet, ist damit klar, dass die nie wieder ihre Schulden zurückzahlen können und deshalb die Finanzwelt massivst erschüttert wird, was derzeit an der Börse konkret gehandelt. Das wächst dann wie bei den toxischen US-Hypotheken über den reinen Schuldenausfall hinaus in nicht mehr kontrollierbare Zweit- und Dritteffekte. Und falls es dann diesmal nicht der Steuerzahler richten soll, wie Andreas weiter oben es sich wünscht, dann haften eben die Halter von Lebensversicherungen und Riesterrentenfonds in Form von verlorener Altersvorsorge- denn da ist überall ganz viel Staatsanleihe drin. Daher hätte Herr Busch gern die objektive Frage in seinem Artikel stellen dürfen, was am Ende teurer kommt. Er weiss es nicht, Frau Merkel weiss es nicht und ich auch nicht. Aber pauschales Bashing hilft da nicht weiter, soviel sollte klar sein. Das Problem ist letztlich nicht Griechenland, sondern die mangelhafte Konstruktion des Europaktes. Das wiederum weiss seit 12 Jahren jeder, der sich damit beschäftigt -auch Herr Busch. Meine Prognose lautet daher, das dieses Problem nicht damit gelöst wird, was mit Griechenland geschieht, sondern ob und wie alle Euroländer den Währungspakt neu verhandeln und mit den Waigel-Naivitäten der 90er Jahre aufräumen- und das mit oder ohne Griechenland. Bundeskanzler-in wird oder bleibt, wer darauf eine Antwort hat.


Undertaker schreibt:
12.09.2011 12:52

Jeder der nichteinmal von seinen bisher erhaltenen Krediten die Zinsen zahlen kann, ist einfach pleite. Zu glauben, dass viele Kredite Hilfszahlungen Zinszahlungen weiterhin und dauerhaft ermöglichen, ist ein Narr. Das ist genau so, als wenn ich versuche einen ertrinkenden Menschen mit noch mehr Wasser helfen will und den Wasserhahn aufdrehe. Hier sollte eher der Stöpsel vom Becken gezogen werden, bis der Schuldner wieder Boden unter Füßen hat. Also eine geordnete Insolvenz Schuldenschnitt. Zurzeit lassen wir jedenfalls den Schuldner absaufen. Auch dann wird der Boden des Beckens erreichen. Nur dann ist der Schuldner tot. Ist dies das Ziel?


Flo schreibt:
12.09.2011 13:22

Guter Kommentar gerade in der NTV-Telebörse von Friedehelm Busch: Dann wird das Schuldenmachen in der Geldpolitik ganz normal werden. Endlich mal wieder eine kritische Stimme zum Geldpolitischen Amoklauf der Europäer.


Holzauge schreibt:
12.09.2011 13:36

Griechenland ist nicht zu retten. Die Italiener versuchen sich vor der Haushaltssanierung zu drücken. Also werden beide Staaten in die Spekulationszentrifuge kommen. Kein noch so groß gestalteter Rettungsfonds kann dieses Szenario aufhalten, wenn es erstmal losgetreten ist. Alle Maßnahmen werden uns Deutsch unendlich viel Geld kosten uns aber nullkommanichts bringen. Das bislang zögerliche Handeln kann jetzt nichts mehr bewirken, da es am Ende doch zum Zusammenbruch kommt. Dann lieber gleich der Crash und wir helfen vielleicht hinterher, dass Griechen und Italiener wieder auf die Beine kommen. Das wird wesentlich billiger für uns.


Klaus M. schreibt:
12.09.2011 14:02

Vielleicht sollte mal ganz konkret eine Frage gestellt werden: Wieviele Milliarden Euro haben in den letzten Jahren Banken - Fonds und andere Investoren an griechischen Staatsanleihen verdient und wie wurde dieser Gewinn aufgeteilt ? Wieviel Geld davon hat der Steuerzahler bekommen ? Ich habe nie gehört, dass hiervon auch nur 1 Cent zugunsten desSteuerzahlers geflossen ist, denn diese Institutionen haben es immer geschaft, aus irgend einer Ecke die Möglichkeit zu zeihen, keine oder sehr wenig Steuern zu zahlen. Warum haben die in den letzten Jahren denn keine Rücklagen geschaffen für solche Fälle ? Jetzt, wo man in Not ist, da soll der Bürger = Steuerzahler helfen. Meine Herren, machen sie es sich nicht etwas zu einfach ???? Und für die Politiker: Der Amtseid besagt: Dem Wohle des Volkes zu dienen - des Volkes nicht der Banken - Fonds und Versicherungen - obwohl, ein kleines bischen Volk sind diese Herrschaften ja auch .


Holger Hillebrand schreibt:
12.09.2011 14:48

Hallo Klaus M. Ihre Frage -Wieviel Geld davon von den Gewinnen aus der Anlage in Staatsanleihen hat der Steuerzahler bekommen ?- ist leicht beantwortet: Betriebliche Gewinne werden in der Höhe des nationalen Körperschaftssteuersatzes plus ggf Gewerbesteuer besteuert. Deshalb fand Herr Steinbrück als Finanzminister die Gewinnentwicklung auch von deuschen Banken und Versicherungen bis 2007 so toll, dass er die daraus zu erzielenden Steuereinnahmen gleich mal für einen ausgeglichenen Haushalt 2011 hochprognostizierte, ohne seinerseits einen einzigen Cent auf der Ausgabenseite zu streichen. Es ist bedauerlich, dass Sie dasvon bisher nie hörten, wie Sie sagen, aber ich hoffe, ich konnte behilflich sein.


Werner schreibt:
12.09.2011 15:08

Herr Busch erwähnte es früher schon mal, aus was besteht die Wirtschaft Griechenlands, neben Tourismus ist da nicht recht viel mehr. Dieses Land wird sich nie mehr von den Euroschulden erholen. Als das Debakel anfing hieß es noch deren Anteil am Euro BiP ist marginal und jetzt will man uns erzählen wäre es für alle der Untergang wenn Griechenland insolvent ist. Für wie blöd halten die Herrschaften einen? Ist doch keine Überraschung das nach aktuellen Umfragen der Bevölkerung Politiker plötzlich umschwenken und über Insolvenz reden. Also Butter bei die Fische und raus damit! @ Reiner Vogels, frauenfeindlicher gehts wohl nicht! Die Zeiten vom Mutterkreuz sind zum Glück vorbei!


Claude D. schreibt:
12.09.2011 15:31

Ob Deutschland, Luxemburg, Holland... Der einzige Unterschied zwischen uns und einer Bananenrepublik ist: ...bei uns wachesn keine Bananen.


Kurt Wilken schreibt:
12.09.2011 15:32

Senior sagt: Diese Kolumne legt die Axt an die Wurzel. Nicht, daß es vielen von uns nicht schon vorher seit längerer zeit klar wurde, in welch schwerer See das EURO-Schiff schaukelt. Schließlich hatten wir ja alle - schon seit längerer Zeit - Gelegenheit, uns mit den Warnungen kompetenter Wirtschaftswissenschaftler zu beschäftigen. Aber es war ja alles alternativlos! Sämtliche Stabilitätskriterien wurden ausgehebelt jetzt überschlagen sich die Ereignisse: Herr Juncker wird zum 1. 1. 2012 seinen Posten als Euroguppenchef aufgeben Es dürften gern noch einige folgen!, der Chefvolkswirt der EZB nimmt seinen Hut, nun erfahren wir, wiederum nur übers Internet, daß die Societe Generale Steuerungseffekte einsetzt bis hin zu Entlassungen von Mitarbeitern, um die geschäftl. Präsenz zu stabilisieren, trotz der bereits erfolgten Finanztransfers sei der Schuldenstand in Griechenland um weitere rund 50 Mrd. gewachsen... Was werden wir in den nächsten Wochen noch alles erfahren? Um deutlich zu machen, worum es sich bei dem Schuldenstand der Griechen handelt, läßt sich hochrechnen, daß die Summe auf die Bevölkerung Deutschlands bezogen eine Betrag von mehr als 2 1/2 Bill. EURO ausmacht. Zu dieser horrenden Summe muß man die leistungsfähigkeit der griech. Volkswirtschaft ins Verhältnis setzen, um zu erkennen, daß das Land aus eigener Kraft niemals auch nur einen ausgeglichen Haushalt wird vorlegen können. Daher kann von einem Schuldenabbau keine Rede sein,wenn es dem Staat nicht einmal gelingt, die fälligen Steuern einzutreiben. Lassen wir einmal außen vor, ob das als Vorwurf an die Griechen zu betrachen ist, es gibt aber Schuldige an diesem Desaster!Wenn es ernst wird, müssen wir eben lügen, wobei man sich fragen muß, welcher Teufel die Verantwortlichen geritten haben muß, uns europäische Bürger derart in die Bredouille zu bringen! Wenn also nicht weiter Mrd. sehenden Auges in diesem schwarzen Loch verschwinden sollen, bleibt als Alternative die Sperrung weiterer finanzieller Hilfen, bis Griechenland selbst seinen Austritt erklärt. Das ist gewiß schmerzlich für die Betroffenen, ist aber Griechenland mit korrekten Haushaltszahlen der EU beigetreten? Entsprechende Szenarien werden ja auch in den Ministerien bereits durchgespielt. Nun kommt es auf unsere Parlamentarier an, ob sie von der vom Bundesverfassungsgericht zugewiesenen Entscheidungsbefugnis Gebrauch machen werden. Interessant ist für den Wahlbürger auch, welches Meinungsspektrum ihm von den Parteien geboten wird. Während sich in der Koalition die Skepsis ausbreitet, daß es so nicht weitergehen kan und zwar bis zu den Regierungmitgliedern hinauf, ist man in der Opposition besonders bei den Grünen! immer noch der Auffassung, es müsse genau so weitergehen wie bisher. Genau das würde in der Endkonsequenz unseren fianziellen Untergang bedeuten! Da genau dieses indiskutabel ist, muß die Überlegung folgen, ob wir gut mit der bisherigen Alternativlosigkeit weiterhin gut bedient sind oder schnellstens in einen andern gang umschalten. Es wird eine Menge Europäer geben, die das begrüßen. Und auch hier liegt eine hohe Verantwortung!


Klaus M. schreibt:
12.09.2011 15:46

Hallo Holger wirklich interessant, was Sie schreiben und ich gebe zu, dass ich das nicht wußte. Was ich aber weis ist, dass zwischen Theorie und Wirklichkeit extreme Differenzen existieren. Ich erinnere mich an eine Situation vor ca. 10/ 15Jahren. Da wurde in den Printmedien veröffentlicht, daß Daimler der größte Steuerzahler Deutschlands wäre. Und ganz zuletzt stand dann, dass ein sehr hoher Anteil der Steuerlast an Subventioen an Daimler zurück gezahlt würde. Soviel zur Durchschaubarkeit der deutschen Finanzpolitik. Fakt ist doch, Holger, dass wenige sich jahrelang die Taschen vollgemacht haben. Dies kann nicht bestritten werden. Fakt ist außerdem, dass der deutsche Steuerzahler Bürgschaften, sollten diese in Anspruch genommen , werden gerade stehen muss. Gruss Klaus für die


Klaus Stadie schreibt:
12.09.2011 16:14

Es würde überhaupt nicht auffallen , wenn Griechenland n i c h t mehr EU - Land wäre.Ausser schönem Wetter bietet Griechenland nur Dinge , die andere Länder auch liefern können.Für unsere Produkte ist der Markt sehr klein und unwichtig.Unsere ,und besonders die französischen Großbanken , sind dann , wenn Deutschland n i c h t zahlt, hochgradig existenz - gefährdet. Frankreich ist innnerhalb der EU der wirkLICH gefährliche Kandidat.


Matthias G. schreibt:
12.09.2011 16:23

Die eigentliche Crux liegt doch darin, dass Spekulanten heute mehr Macht besitzen, alls alle europäischen Regierungen zusammen, von der EU ansich ganz zu schweigen. Politiger haben das Volk zu vertreten, ihm zu dienen, und dürfen sich nicht zum Handlanger geldgeiler Kapitalisten machen lassen. Wer in Amt und Würde stehen will, muss auch Verantwortung tragen, und zwar Verantwortung für das Volk - das ganze Volk, und nicht nur den immer mehr werdenden Millionären und Milliardären.


Wolf.Meier schreibt:
12.09.2011 17:01

Wieso ist der Euro legitim ? Wir hatten doch nie die Wahl auch nicht bei Wahlen. ALLE Parteien waren dafür, hätten wir etwa die RECHTSRADIKALEN wählen sollen ? Vielen Dank Demokratie


Matthias G. schreibt:
12.09.2011 18:10

@Wolf.Meier Wir hatten doch nie die Wahl auch nicht bei Wahlen. ALLE Parteien waren dafür. Wir hatten nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, wie es hier im Titel schon geschrieben steht. Das ist ja das grosse Dilemma unserer Demokratie. Wählt man die FDP, sollte die 2.Stimme schnurstraks bei den Linken gesetzt werden, nimmt man die multikulti Grünen, würde die NPD für ausgleich sorgen. Die Wirtschaftslobby CDU, und die Beamtenlobby SPD, die sich beide als Volksparteien bezeichnen, sind für den normalen Bürger schon lange unwählbar geworden. Ich würde gerne wählen, doch wenn ich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera habe, wähle ich lieber NICHTS.


Holzauge schreibt:
12.09.2011 19:03

Klaus Stadie hat es genau auf den Punkt gebracht: Franz. Banken haben im Gegensatz zu den deutschen Banken die griechischen Engagenments weit weniger abgeschrieben und dafür Rücklagen gebildet. Jetzt droht daher eine extreme Gefahr für Frankreich. Und da liegt der Grund für die Nibelungenschwüre der Hilfe-Befürworter. Die Franzosen jetzt im Stich zu lassen, würde eine schwere Belastung für spätere Zeiten sein. Das wissen Scheuble, Steinbrück und Co. Trotzdem: Lieber jetzt ein Ende mit Schrecken !


Oger schreibt:
12.09.2011 19:22

Der Euro ist ein Zeichen der Unterdrückung. Keiner wollte Ihn nur die wenigen die ihre Vorteile sahen. Alle anderen werden betrogen. Länder die niemals der EU hätten beitretten dürfen mussen nun von uns getragen werden. Merkel&Co können machen was sie wollen, ihre Schäfchen sind längst im trockenen. Solange Politiker nicht verantwortlich gemacht werden können für ihre untaten wirds immer weiter bergab gehen.


Skywalker schreibt:
12.09.2011 20:30

Das sich irgendwas in GR aendern soll ist wahnwitzig. Ich empfehle jedem geht mal dorthin und unterhaltet euch mit den Deutschen, die dort leben. Hier meine persönlichen Erfahrungen betreffend nur einer einzigen Stadt, Xanthi: Wir mussten Steuererklaerungen nachreichen und wir wollten besonders genau sein, also bis zurück ins Jahr 1998. Nun 2 Finanzbeamte, völlig unabhaengig voneinander meinten: wollen Sie wirklich die Erklaerungen abgeben, da müssen Sie aber viel Steuern zahlen. Und einmal als ich am Schalter im Finanzamt stand, wurde am Nebenschalter offen 10.- € rübergereicht, an einer Stelle, wo garantiert nicht die Kasse ist. Es hat sich herausgestellt, dass mein Grossvater, der 1942 verstorben ist, noch lebt. Und bis er ausgestrichen wurde als lebend, gab es ein riesen Affentheater in der Demarchia und im Bürgermeisteramt in Xanthi. Wenn ich jetzt den verlorenen Todesschein wiederhaben möchte, muss ich vor Gericht und 700.- € blechen. Es wurde mir gesagt, dass es noch mehr Zombies gibt. Überhaupt erscheint mir das Land mittlerweile als Abzockland. Ach und als in Xanthi gestreikt wurde, haben wenige Menschen gestreikt, der Rest hat 2 Tage Urlaub gemacht. Bitte, ich teile hier meine Erfahrungen in nur einer griechischen Stadt mit 100 000 Einwohnern. Ab und Zu gab es auch echte Hilfsbereitschaft. Wenn ich an meine Freunde in Deutschland denke, werde ich richtig wütend, weil ich weiss, wieviel sie arbeiten und ich gesehen habe, wie in Xanthi gearbeitet wird. Bis auf die Steuerbehörde kann man sicher ein paar Stellen streichen bei den Behörden. Bei Pest und Cholera würde ich die grosse Desinfektion waehlen. Und für die NPD habe ich nichts übrig, das ist der falsche Weg.


Eugen schreibt:
12.09.2011 21:08

Was bleibt ist die bittere Erkenntnis, dass die Politiker wie auch die Wirtschaftwissenschaftler die ganze Zeit im Unrecht waren. Der Schuldenstaat hat so oder so endgültig ausgespielt. Frau Merkel sollte auf die Stimme ihrer Wähler hören.


Miesepeter schreibt:
12.09.2011 21:25

Hallo Herr Busch! Sie haben eins vergessen: Alles was hier geschieht, ist nur zum Erhalt einiger weniger gedacht. Das dumme Volk darf nur zusehen wie alles den Bach runtergeht. Das ist kein Kommunismus, das ist Kapitalismus PUR.


Gerd schreibt:
13.09.2011 01:19

Nun ja - das exessive Schuldenmachen nur den Griechen anzulasten - greift wohl etwas zu kurz! Da wäre ja wohl auch Deutschland zu nennen vor noch nicht allzu langer Zeit der kranke Mann Europas genannt!! Wie wurde nicht z.B. das irische Wirtschaftsmodell angepriesen? niedrigste Steuersätze, Kreditschwemme an den Privatsektor usw. usw. Nun ja, strukturelle Warenüberproduktion - bei gleichzeitigem permanenten Lohndruck und damit einhergehendem Kaufkraftverlust der breiten Bevölkerung! - kann man nur durch eine massive Ausweitung des privaten wie öffentlichen Schuldenstands bis zum platzen der schönen Scheinwelt aufrecht erhalten! Da wird halt auf Pump die mangelde Nachfrage die ja -gerade dadurch entsteht - das die Durchschnitts - bevölkerung nicht an den massiven Produktivitätssteigerungen - zwecks Renditeoptimierung - teilhaben darf und soll!künstlich erzeugt! Jetzt auf die sogenannten über die Verhältnisse lebende zu polemisieren - bedeutet nichts anderes - als das eigene Wirtschaftsmodell in Frage zu stellen! Das sollte man dann vielleicht auch mal tun! Das sogenannte ehrliche Kaufmannsdenken hat schon seit den 80 Jahren seinen Inhalt verloren -der innere Selbstwiederspruch des Kapitalismus stößt nun wohl endgültig an seine Grenzen!


Ciao schreibt:
13.09.2011 08:13

Was wäre so schlimm daran, wenn sich die Finanzspekulanten auf die nächsten Wachelkandidaten stürzen? Das eine oder andere Land würde dann aus dem Euro ausscheiden bis wieder ein Gleichgewicht erreicht ist, bei dem sich Spekulation nicht mehr rechnet. Wir können uns doch nicht die nächsten Jahrzehnte damit beschäftigen, Wettbewerbsunterschiede in der Eurozone auszugleichen. Soweit reicht unsere eigene Bonität nicht mehr.


anonym schreibt:
13.09.2011 09:25

Warum soviele Pseudonamen?Die Politiker verstecken sich hinter irgenetwas oder irgendjemandem, um nie mit einer Aussage identifiziert werden zu können...wenn jemand einen Kommentar geben möchte, warum dann nicht unter seinem Namen? Hier ist schon der erste Wurm im Apfel der Gesellschaft...wir brauchen als erstes ein neues Gesellschaftsmodel für die neue GLOBALE WELT


Bungabunga schreibt:
13.09.2011 10:55

Wenn ich mir die Berichte so anschaue dann gibt es doch in Griechenland ungemein viele Milliardäre, deren Vetrmögen soll bei 2 Billionen Euro liegen ??? Unversteuert natürlich ???????, eigentlich ist die Schuldenkrise damit längst passe, das Geld zur Tilgung ist doch vorhanden, nur politsch nicht gewollt oder nicht. Ähnlich sieht es doch in den USA aus, Spitzensteuersätze von 18 für Milliardäre,alles andere wäre ja unamerikanisch, lächerlich.


Klaus M. schreibt:
13.09.2011 11:01

Was mir besonders aufgefallen ist beim Komentar von Panos ist, dass er nur von Anderen spricht. Wo bitte bleibt, ausser subtilen Drohungen und seltsamen Anfragen eine klare Aussage wie z.B. Ab sofort kommen wir Griechen unseren Verpflichtungen unserem Staat gegenüber nach und zahlen ordnungsgemäß unsere Steuern ??


delpimax schreibt:
13.09.2011 12:08

Bei all den weiteren Milliarden für Griechenland handelt es sich quasi um Insolvenzverschleppung. Das Fass ohne Boden wird immer offensichtlicher, obwohl das eigentlich auch schon zu Beginn klar gewesen sein sollte. Klüger wäre meines Erachtens lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Heißt, Schuldenschnitt für Griechenland und Neuanfang! Das für mich unkalkulierbare Problem ist dabei nur, wie es dann weitergeht mit dem Rest von Europa, beispielsweise mit Italien, Spanien, Portugal etc. Die Spekulanten warten nur darauf sich mit Wetten auf den nächsten Wackelkandidaten zu stürzen. Und letztlich wäre es gut möglich, dass irgendwann mal Deutschland an der Reihe ist. Denn eins steht auch fest, auch wir haben eine derart hohe Verschuldung, dass wir diese auch nicht zurückzahlen können. Nur ist es so, dass uns der Kapitalmarkt derzeit wenigstens die Bedienung der Kredite, heißt fällige Zins- und Tilgungszahlungen, noch zutraut. Aber mit ein paar gut gestreuten Gerüchten aus der Finanzwelt, läßt sich das auch ändern...


Eugen schreibt:
13.09.2011 12:44

Die unfähigen Politiker haben sämtliche Kredite verspielt, und alle Versprechen gebrochen. Jetzt soll das bis an beide Ohren verschuldete Deutschland halb Europa retten: Wie soll gehen?


Panos Giannakoulopoulos schreibt:
13.09.2011 16:19

Klaus M. alias??? scheint sich mit der Politik zu befassen bzw. politische Verantwortung zu tragen mit der Bild oder den Fokus als Backstage... Der normale Grieche arbeitet legal und zahlt seine Steuern. Die oberen 10000 werden es auch tun und ihre Überweisungen an das Finanzamt, werden sie aus den gefüllten griechischen Gefängnissen nachholen. Bezüglich der subtilen Drohungen,fragen Sie Ihre Bundesregierung, die bestens informiert ist. Über die subtilen Forderungen der Griechen bezüglich der Reparationen in Höhe von 463 Mld.€ wird gerade seit dem 13.09.2011 vor dem europäischen Gerichtshof in Den Haag verhandelt. P.G.


Klaus M. schreibt:
14.09.2011 15:56

463 Mrd. Euro wären fast 1 Billion DM. Panos, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, das auch nur einer diesen Betrag glaubt. Man kann sich auch reich rechnen, aber das bringt nicht einen Cent mehr in die Kasse. Wenn Deutschland den Griechen Geld schuldet sollte dies dann auch bezahlt werden. Aber die Frage ist doch die, wieso Griechenland heute in dieser Situation ist. Doch nicht, weil man diese 463 Mrd. nicht bekommen hat. Es sind doch Gelder ausgegeben worden die man nicht hatte. Es ist planlos drauf losgewirtschaftet worden und es sind jede Menge Steuern nicht bezahlt worden. Dies ist kein Angriff auf Griechenland, denn auch ich bin ein Opfer des deutschen Steuersystemes, welches mir absolut nicht gefällt und welches mir leider auch tief in die Tasche greift. Aber gewisse Mindesregeln müssen leider eingehalten werden. Auch sage ich ganz klar, dass meiner Meinung nach Ihrem Land geholfen werden muss - aber es muss jetzt auch dringend sebst etwas getan werden. Die These von den oberen 10000 Gaube ich Ihnen nicht - das würde hier in Deutschland meiner Meinung nach auch nicht klappen . Fazit: Man soll Griechenland helfen - aber - verdammt noch mal - tut bitte auh etwas und streickt nicht gegen alles. PS: Habe nichts mit Politik zu tun und bin auch kein Bildleser . Ich wünsche Griechenland und uns alles viel Erfolg.


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