Wirtschaft
Peugeot 3008 HYbrid4: Studien und neue Modelle hat Peugeot genug, allein das Geld fehlt. Eine Kapitalerhöhung und der Einstieg von Dongfeng und dem französischen Staat sollen die Wende bringen.
Peugeot 3008 HYbrid4: Studien und neue Modelle hat Peugeot genug, allein das Geld fehlt. Eine Kapitalerhöhung und der Einstieg von Dongfeng und dem französischen Staat sollen die Wende bringen.(Foto: REUTERS)

Gründerfamilie gibt grünes Licht für Dongfeng-Einstieg: Peugeot-Rettung nimmt Form an

Seit Jahren steckt Peugeot in der Krise. Rund 1,5 Milliarden Euro an Barmitteln soll der Massenhersteller allein 2013 verbrannt haben. Den chinesischen Autobauer Dongfeng freut's. Sein Einstieg ist wohl genehmigt.

Der angeschlagene Autobauer Peugeot hat sich Insidern zufolge mit seinem chinesischen Partner Dongfeng und dem französischen Staat auf eine Kapitalspritze verständigt. Eine entsprechende Absichtserklärung werde noch im Tagesverlauf unterzeichnet, verlautete aus dem chinesischen Unternehmen. Die Einigung sehe vor, dass Dongfeng und die Regierung in Paris jeweils 800 Millionen Euro in Peugeot investierten und dafür einen Anteil von je 14 Prozent erhielten.

Durch den Verkauf von Aktien an Altaktionäre wolle Peugeot zudem weiteres Geld einsammeln und damit insgesamt auf drei Milliarden Euro kommen. Ein Sprecher von Dongfeng erklärte, das Unternehmen werde am Mittwoch eine Stellungnahme zu Peugeot abgeben.

Die Autokrise in Europa hält bereits seit sechs Jahren an und hat PSA Peugeot Citroen besonders stark getroffen. Im vergangenen Jahr verbrannte der Konzern Schätzungen zufolge Barmittel von etwa 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Kosten für Stellenstreichungen und die Schließung eines großen Werks bei Paris. Deshalb ist der nun vereinbarte Aktienverkauf an Dongfeng und die französische Regierung möglicherweise Peugeots letzte Überlebenschance, nachdem zuvor Gespräche mit der Opel-Mutter General Motors gescheitert waren.

Mehr Details bei Bilanz-PK

Durch den Einstieg von Dongfeng und der französischen Regierung wird die Peugeot-Familie wohl ihr Vetorecht und damit die alleinige Kontrolle über das Traditionsunternehmen verlieren. Sie hatte aber - ebenfalls Insidern zufolge - grünes Licht für den Einstieg von Dongfeng gegeben, obwohl der Plan sehr umstritten gewesen gewesen sei. Nach der geplanten Kapitalerhöhung hält sie noch 14 Prozent, also etwa genau so viel wie jeweils Dongfeng und der französische Staat halten werden. Peugeot stellt am Mittwoch seine Bilanz vor, dann sollen nähere Einzelheiten bekanntgegeben werden.

Quelle: n-tv.de

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