Dienstag, 09. März 2010
Gewinneinbruch: Phoenix Solar kürzt Dividende
Der Solarboom in Deutschland Ende 2009 rettet dem Photovoltaikunternehmen die Bilanz nur halb. Das letzte Quartal im vergangengen Jahr lässt sich zwar schon wieder gut sehen, aber rausreißen kann es das Gesamtjahr nicht. Da muss das Unternehmen immer noch einen Gewinneinbruch wegstecken.Dank guter Geschäfte im Abschlussquartal hat das Solartechnikunternehmen Phoenix Solar im Krisenjahr 2009 sein Umsatzziel doch noch erreicht. Wegen des Preisverfalls verbuchte die Firma aus dem bayerischen Sulzemoos aber einen Gewinneinbruch.
Die Dividende soll um zehn Cent auf 20 Cent je Aktie gekürzt werden, wie Phoenix mitteilte. Firmenchef Andreas Hänel kündigte für 2010 wieder steigende Umsätze und Gewinne an. Seine Zuversicht stützt er dabei auf einen Auftragsbestand, der zum Jahresanfang mit 296 Mio. Euro rund 180 Mio. Euro über dem Vorjahreswert liegt. Eine genaue Prognose wagte er wegen der noch unsicheren Auswirkungen der gekürzten Solarförderung nicht.
2009 erreichte der Umsatz 473 (Vorjahr: 402) Mio. Euro und lag damit über den Markterwartungen. Dabei steuerte allein das vierte Quartal beinahe 50 Prozent der Erlöse bei. Wegen des Preisverfalls brach der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vorjahr allerdings auf 12,2 (33,8) Mio. Euro ein, der Nettogewinn auf 8,6 (23,7) Mio. Euro. Insgesamt schlug sich Phoenix damit besser als andere aus der Branche, die wie Q-Cells oder Solon tiefrote Zahlen schreiben.
Phoenix Solar hatte wegen der Finanzierungsprobleme seiner Kunden bis zum Herbst einen Geschäftseinbruch verbucht und musste seine ursprünglichen Umsatzziele zusammenstreichen. Phoenix plant, baut und betreibt Photovoltaik-Großkraftwerke und arbeitet als Fachgroßhändler für Solarstrom-Komplettanlagen, Module und Zubehör. 90 Prozent ihrer Umsätze erwirtschaftet die Firma in Deutschland.
rts
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