Wirtschaft
Lufthansa und Cockpit streiten vor allem um die Übergangsversorgung für 5400 Piloten im Lufthansa-Konzern.
Lufthansa und Cockpit streiten vor allem um die Übergangsversorgung für 5400 Piloten im Lufthansa-Konzern.(Foto: picture alliance / dpa)

Gespräche gescheitert: Pilotengewerkschaft droht mit neuen Streiks

Die Tarifverhandlungen der Vereinigung Cockpit mit der Lufthansa um die Übergangsversorgung der Piloten sind erneut gescheitert. "Ab sofort muss jederzeit wieder mit Streikmaßnahmen bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gerechnet werden."

Die Verhandlungen zwischen der Pilotenvereinigung Cockpit und der Lufthansa sind erneut gescheitert. "Ab sofort" müsse deswegen wieder mit Streikmaßnahmen bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings gerechnet werden, teilte die Gewerkschaft gestern Abend mit. Seit dem letzten Streik im Oktober hätten "keine echten Fortschritte" im Tarifkonflikt um die Übergangsversorgung erzielt werden können.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte noch am Montag die Hoffnung auf eine baldige Einigung in dem seit Monaten schwelenden Konflikt mit den Piloten geäußert.

Cockpit-Pressesprecher Jörg Handwerg warf Lufthansa jedoch vor, weniger nach Lösungen, als nach Problemen zu suchen. "Es wurde deutlich, dass es dem Management nicht um Lösungen geht, sondern darum, ein autokratisches Führungsmodell wie bei den Airlines der Golf-Staaten durchzusetzen. In einem solchen haben Ansprüche wie Mitbestimmung und gemeinsame Gestaltung von Tarifbedingungen mit dem Personal keinen Raum." Die Fluggesellschaft habe leider die Kompromissvorschläge der Gewerkschaft nicht aufgegriffen und beharre auf "Maximalforderungen".

Bei dem Tarifkonflikt geht es um die sogenannte Übergangsversorgung, die es bislang noch etwa jedem zweiten der 10.000 Piloten des Konzerns erlaubt, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Sie erhalten in der Übergangszeit bis zur gesetzlichen Rente bis zu 60 Prozent ihrer Bezüge. Die Lufthansa will die Altersgrenze anheben, Cockpit lehnt dies ab und machte, seitdem die Mitglieder im März bei einer Urabstimmung der Arbeitsniederlegung zustimmten, mehrfach mit Streiks Druck.

Quelle: n-tv.de

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