Wirtschaft
Am Stand der Lufthansa auf der Internationalen Tourismusbörse ITB Berlin.
Am Stand der Lufthansa auf der Internationalen Tourismusbörse ITB Berlin.(Foto: imago/Christian Thiel)

Dicke Luft bei der Lufthansa: Pilotenstreiks auch über Ostern möglich

Keine Entwarnung für Passagiere der Lufthansa: Weil der Tarifkonflikt mit den Piloten immer noch offen ist, sind weiterhin jederzeit neue Streiks möglich - auch über Ostern, stellt die Gewerkschaft klar und widerspricht damit dem Konzern-Vorstand.

Bei der Lufthansa ist der nächste Pilotenstreik auch während der Osterferien möglich. Das erklärte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) im Anschluss an eine Versammlung von rund 1000 Piloten in Neu-Isenburg bei Frankfurt. "Wenn Herr Spohr sagt, es werde über Ostern keine Streiks geben, würde ich das nicht unterschreiben", sagte der VC-Sprecher. Ein genauer Termin für den dann zwölften Ausstand der Piloten stehe noch nicht fest, würde aber rechtzeitig mindestens am Tag zuvor von der Gewerkschaft bekanntgegeben.

In einem Interview der "Bild-Zeitung" hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr gesagt, dass er nicht von einem neuen Pilotenstreik über Ostern ausgehe, das Unternehmen aber gerüstet sei.

Auf der Versammlung hätten die anwesenden Piloten dem Vorstand und der Tarifkommission den Rücken gestärkt und die Geschlossenheit der Gewerkschaft demonstriert, berichtete der Sprecher. Erneut wurde vorgeschlagen, den vielschichtigen Tarifkonflikt unter anderem um Gehälter und Ruhestandsregelungen mit einer Gesamtschlichtung zu lösen. Die Lufthansa müsse endlich ernsthaft verhandeln und ein ernsthaftes Interesse an einer Lösung zeigen.

Seit April vergangenen Jahres hat die VC elf Streikwellen organisiert, von deren Folgen bisher fast eine Million Passagiere betroffen waren. Die Lufthansa ihrerseits forderte die Gewerkschaft auf, sich zu den jüngsten Vorschlägen eines "Bündnisses für Wachstum und Beschäftigung" zu äußern. Eine Gesamtschlichtung komme nicht infrage, weil über einzelne Tarifthemen noch gar nicht verhandelt worden sei, sagte ein Konzernsprecher.

Quelle: n-tv.de

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