Wirtschaft
Trotz der Probleme bei Pimco verwaltet der Allianzkonzern insgesamt mehr Vermögen.
Trotz der Probleme bei Pimco verwaltet der Allianzkonzern insgesamt mehr Vermögen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Quartalsgewinn gesteigert: Pimco-Schock bremst Allianz

Immer noch ziehen Anleger hohe Summen von der amerikanischen Allianz-Tochter Pimco ab. Doch dank eines günstigen Effekts fällt das in der jüngsten Quartalsbilanz des deutschen Konzerns nur wenig ins Gewicht.

Die US-Fondstochter Pimco hat die Allianz zu Jahresbeginn gebremst. Zwar konnte Europas größter Versicherer den Gewinn im ersten Quartal steigern und hält damit Kurs auf seine Jahresziele. Aber der einstige Wachstumstreiber Vermögensverwaltung verzeichnet Einbußen, weil Pimco nach wie vor Kundengelder verliert, wie die Allianz mitteilte.

Pimco-Gründer Bill Gross hatte im vergangenen September im Streit mit der Allianz-Führung das Handtuch geworfen. Das verschreckte viele Anleger. Allerdings schwächen sich die Mittelabflüsse inzwischen von Monat zu Monat ab. Das macht der Allianz Hoffnung auf eine Trendwende.

Bereits auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche - die zugleich den Chefwechsel von Michael Diekmann zu Oliver Bäte markierte - hatte der Versicherungskonzern von einem guten Start ins Jahr berichtet: Das operative Ergebnis legte um fünf Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu, im Gesamtjahr werden weiter 10,0 bis 10,8 Milliarden Euro angepeilt. Im besten Fall würde die Allianz damit den Vorjahreswert erneut übertreffen.

Im Auftaktquartal schwächelte nun aber die Vermögensverwaltung, wo das Ergebnis um 14 Prozent auf 555 Millionen Euro schrumpfte. Dabei legen Privatkunden und Fonds gerade zu Jahresbeginn viel Geld an. Doch bei Pimco sind die Probleme nach den Personalquerelen des vergangenen Jahres hausgemacht: Die auf Anleihen spezialisierte Investmentgesellschaft mit ihrer neuen, breiter angelegten Führungsspitze muss das Vertrauen der Anleger erst neu gewinnen.

Elon, Felix, Niklas und Mike: Stürme kosten Millionen

In den ersten drei Monaten summierten sich die Mittelabflüsse unter dem Strich auf 68,3 Milliarden Euro, während die kleinere konzerneigene Rivalin Allianz Global Investors gut sechs Milliarden neu einsammelte. Zugleich stiegen bei Pimco die Kosten - weil der Führungswechsel Geld verschlang. Das in der Sparte insgesamt verwaltete Vermögen zog seit Ende 2014 dank des starken Dollars aber um sieben Prozent an auf 1,9 Billionen Euro.

Auch in der Schaden- und Unfallversicherung gab es Bremsspuren: Hier stiegen zwar die Prämien an, aber das Ergebnis sank auf 1,3 (Vorjahr: 1,5) Milliarden Euro. Einerseits musste die Allianz Restrukturierungslasten wegen der Zerlegung ihrer  US-Tochter Fireman's Fund schultern.

Es gab zu Jahresbeginn aber auch mehr Naturkatastrophen, die zu Buche schlugen. Sie summierten sich auf 222 Millionen Euro. Besonders die schweren Stürme Elon und Felix im Januar sowie Niklas und Mike im März belasteten das Ergebnis, wie der Konzern mitteilte.

Lichtblick war das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen, wo das Ergebnis um gut ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro kletterte. Die Allianz verwies unter anderem auf eine hohe Nachfrage nach fondsgebundenen Produkten im Ausland.

Quelle: n-tv.de

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