Sonntag, 15. November 2009
Hugh Hefner entscheidet: Playboy auf dem Ladentisch
Die Käufer interessieren sich mehr für das Logo als Hugh Hefner (links) für seine Freundinnen.
(Foto: REUTERS)
Als möglichen Kaufpreis wird am Markt eine Summe von 300 Mio. US-Dollar genannt, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf einen nicht näher genannten Insider. Die Gespräche liefen bereits seit einem Jahr.
Der Konzern Playboy Enterprises, der neben dem Magazin auch Fernsehkanäle betreibt, steckt tief in den roten Zahlen. Die Werbeeinnahmen sind im Zuge der Wirtschaftskrise eingebrochen, die Auflage des Magazins entwickelt sich rückläufig.
Einer der Interessenten für den Playboy-Konzern soll Medienberichten zufolge das Unternehmen Iconix sein, das mehrere Mode-Marken wie London Fog oder Joe Boxer betreibt. Für Iconix dürfte ein Kaufgrund das berühmte "Playboy"-Logo mit dem Hasen sein, das sich auf Modeartikeln gut verkauft. Der "Los Angeles Times" zufolge bietet auch der frühere Playboy-Manager Jim Griffiths zusammen mit Finanzinvestoren mit.
Die Entscheidung über einen Verkauf liegt beim 83-jährigen "Playboy"-Gründer Hugh Hefner, der 70 Prozent der Stimmrechte kontrolliert. Seine Tochter Christie war vor knapp einem Jahr als Konzernchefin zurückgetreten.
Im dritten Quartal schrieb die Playboy-Gruppe einen Verlust von 1,1 Mio. Dollar (740.000 Euro). Ein Jahr zuvor war das Minus mit 6,2 Mio. Dollar zwar weit höher, stammte aber allein aus einmaligen Sanierungskosten.
Der Umsatz brach nun erneut um ein Fünftel auf 56 Mio. Dollar ein. Ein Besserung ist nicht in Sicht: Für das vierte Quartal rechnet Playboy mit 38 Prozent weniger Werbe-Seiten in den Magazin-Ausgaben als vor einem Jahr.
dpa
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