Mittwoch, 30. September 2009
Veräußerung an Gläubiger?: Pleitegeier über CIT
Der krisengeschüttelte US-Mittelstandsfinanzierer CIT könnte sich Kreisen zufolge mit einer Veräußerung an seine Gläubiger vor der Pleite retten. Einige der Gläubiger hätten Zustimmung zu den Umschuldungsvorschlägen der Bank signalisiert, eine Mehrheit stehe aber noch nicht fest, hieß es aus Finanzkreisen.
Falls das Vorhaben scheitere, könnte CIT gezwungen sein, Gläubigerschutz nach Chapter 11 zu beantragen. Es wäre eines der größten Insolvenzverfahren der US-Geschichte. Die CIT-Aktien brachen an der Wall Street ein.
Die Bank wolle durch ein Tauschangebot bis zu 40 Prozent ihres Schuldenbergs von mehr als 30 Mrd. Dollar abtragen, hieß es weiter. Die Gläubiger erhielten dafür Schuldscheine, die durch Anteile an dem Geldhaus abgesichert seien. Zudem sollten die Gläubiger so gut wie das gesamte Firmenkapital des umstrukturierten Unternehmens übernehmen. Das Institut wollte sich dazu nicht äußern.
Der Mittelstandsfinanzierer hatte im August angekündigt, bis zum 1. Oktober einen Sanierungsplan vorzulegen. Im Juli hatte eine Gruppe von Gläubigern den Kreditgeber von Tausenden Einzelhändlern und kleineren Firmen mit einem Notdarlehen über drei Mrd. Dollar vor dem Aus bewahrt. Einen Monat später legte CIT den Umschuldungsplans vor und erklärte, sich außerhalb eines Konkursverfahrens sanieren zu wollen. Zu dem Zeitpunkt wies die Bank einen Verlust für das zweite Quartal von 1,7 Mrd. Dollar aus.
CIT hatte im Dezember Staatshilfen in Höhe von 2,3 Mrd. Dollar aus dem US-Rettungsprogramm für die Finanzbranche (TARP) erhalten. Das Geldhaus ist in der Finanzkrise ins Schlingern geraten, weil es sich im Kreditboom zu viele Hypotheken- und Studentendarlehen aufgeladen hatte.
wne/rts
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