Wirtschaft
Als Banker war Michael Oppenheim nicht besonders erfolgreich: er verspekulierte 13,5 Millionen Dollar
Als Banker war Michael Oppenheim nicht besonders erfolgreich: er verspekulierte 13,5 Millionen Dollar(Foto: imago stock&people)
Freitag, 17. April 2015

Mit Kundenvermögen spekuliert: Polizei verhaftet Ex-JP-Morgan-Banker

Die US-Behörden haben einen ehemaligen Mitarbeiter der Investmentbank JP Morgan verhaftet. Er hatte reiche Kunden dazu gebracht, ihm ihr Vermögen anzuvertrauen und hat dann damit privat an der Börse spekuliert.

Weil er Geld seiner reichen Kunden für eigene Spekulationen und einen Immobilienkredit unterschlug, ist ein 48-jähriger ehemaliger Angestellter der US-Bank JPMorgan festgenommen worden. Die US-Bundespolizei nahm Michael Oppenheim in seinem Haus in New Jersey fest, wie die Behörden mitteilten. Nach Angaben der US-Börsenaufsicht zweigte Oppenheim in mehr als drei Jahren vom Vermögen seiner Kunden "mindestens 20 Millionen Dollar" (knapp 19 Millionen Euro) ab. Er habe damit an der Börse spekuliert, aber ohne Erfolg.

Oppenheim arbeitete seit 2002 für JPMorgan und betreute rund 500 reiche Kunden. Zwei von ihnen überredete er nach Angaben der Börsenaufsicht zum Beispiel, ihm mehr als zwölf Millionen Dollar anzuvertrauen. Er versprach, sie in risikoarme kommunale Anlagen zu investieren. Stattdessen floss das Geld auf sein eigenes Konto und ein weiteres, das auf den Namen seiner Frau lief. Um die Kunden nicht zu beunruhigen, überwies er oft das Geld des einen auf das eines anderen.

JPMorgan feuerte Oppenheim im März. Die Bank sei "untröstlich und wütend", erklärte ein Sprecher. Den betroffenen Kunden werde kein Schaden entstehen. Den Unterlagen der Börsenaufsicht zufolge alarmierte die Bank selbst die Behörden. Allein im vergangenen Jahr verlor sie durch die erfolglosen Spekulationen Oppenheims 13,5 Millionen Dollar.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen