Wirtschaft
Die VW-Beteiligung zahlt sich aus.
Die VW-Beteiligung zahlt sich aus.(Foto: picture alliance / dpa)

Gewinne durch VW-Beteiligung: Porsche sahnt kräftig ab

Porsche SE hat den Gewinn erneut gesteigert - allerdings nur dank der Beteiligung am Autoriesen Volkswagen. Die Holding, die ihr Sportwagengeschäft an den Wolfsburger Konzern verkauft hat, hält gut 50 Prozent der Stammaktien von Volkswagen.

Der Volkswagen-Konzern hat seinem Großaktionär Porsche SE im ersten Halbjahr wieder einen kräftigen Gewinnanstieg beschert. Das Ergebnis nach Steuern stieg um gut 18 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro, wie die von den Familien Porsche und Piech kontrollierte Holding mitteilte. Der Wolfsburger Konzern hatte von Januar bis Juni das Ergebnis nach Steuern um knapp ein Fünftel auf 5,7 Milliarden Euro gesteigert.

Die Nettoliquidität der Holding lag Ende Juni mit 2,54 Milliarden Euro leicht unter dem Niveau von Ende 2013. Grund seien eine höhere Dividende, Darlehenszinsen und laufende operative Kosten, wie es hieß.

Der VW-Großaktionär plant eigentlich schon seit längerem mit dem Geld Übernahmen von Autozulieferern. Die Suche nach Beteiligungen verlief bislang allerdings ergebnislos.

Nach dem Verkauf des Sportwagengeschäfts (Porsche AG) an Volkswagen hatte die Holding Investitionen rund um das Thema  Auto und Mobilität angekündigt. Schon 2013 war die Rede von ein bis zwei Investitionen in einer Höhe von 100 bis 400 Millionen Euro gewesen.

Der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn sagte bei der Hauptversammlung Ende Mai, im vergangenen Jahr habe man mehr als zwei Dutzend Unternehmen genauer unter die Lupe genommen. Details hätten einer Investition am Ende jedoch immer im Wege gestanden.

Hinzu kommt, dass milliardenschwere Schadenersatzforderungen gegen Porsche von Investoren im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme von VW vor Gericht auch noch längst nicht ausgefochten sind.   

Die Porsche SE lebt nach wie vor lediglich von der Beteiligung an Volkswagen. 50,7 Prozent der Stammaktien liegen bei der Holding, der Anteil am Gesamtkapital hat sich nach der Kapitalerhöhung für die Scania-Übernahme leicht von 32,2 auf 31,5 Prozent verringert.

Quelle: n-tv.de

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