Wirtschaft
Das Erfassen von Verkehrsdaten, wie hier beim DLR, ist laut Porsche eine wichtige Zukunfts-Technologie.
Das Erfassen von Verkehrsdaten, wie hier beim DLR, ist laut Porsche eine wichtige Zukunfts-Technologie.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Erfassung von Verkehrsströmen: Porsche will bei Zukunftsmarkt mitmischen

Zu wissen, wo gerade wie viele Autofahrer unterwegs sind - das ist Know-how, das künftig immer wichtiger wird, glaubt der Autobauer Porsche. Deshalb steigt er bei einer US-Firma ein, die sich darauf spezialisiert hat. Es ist wohl erst der Auftakt einer Einkaufstour.

Der VW-Großaktionär Porsche SE macht seine lange angekündigten Kaufpläne wahr und steigt bei einem Verkehrstechnologie-Unternehmen in den USA ein. Für umgerechnet 42 Millionen Euro übernehme die Porsche SE rund zehn Prozent an Inrix, teilte das Unternehmen mit.

Inrix sammelt Verkehrsdaten von Fahrzeugen oder Mobiltelefonen und wertet sie in Echtzeit aus. Daraus entstehen Dienstleistungen zum Beispiel für Städte oder Logistikfirmen zur Verkehrssteuerung in 40 Ländern. Laut seiner Homepage hat sich die US-Firma auf die Fahnen geschrieben, die "Verkehrsprobleme weltweit zu lösen".

Liquidität von rund 2,6 Milliarden Euro

Die Porsche SE verfügt schon länger über eine Liquidität von rund 2,6 Milliarden Euro, mit der sie Firmenkäufe finanzieren will. Dass die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Holding ihre Schatztruhe bisher geschlossen hielt, führen Beobachter auf die noch laufenden Prozesse im Zusammenhang mit der gescheiterten VW-Übernahme vor fünf Jahren zurück. Anleger fühlten sich damals in die Irre geführt und fordern Entschädigungen in Milliardenhöhe.

Der Erwerb von Inrix sei ein erster Schritt zum Aufbau eines Beteiligungsportfolios, das die Mehrheitsbeteiligung an Volkswagen ergänzen soll, erklärte Porsche weiter. Weitere Zukäufe entlang der mobilen Wertschöpfungskette seien geplant. Das Geschäft mit der Verarbeitung von Verkehrsdaten werde in den kommenden Jahren zweistellig wachsen. Die Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur habe erhebliches Potenzial.

Quelle: n-tv.de

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