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"Kleinere Zukäufe immer möglich": Post nimmt E-Commerce im Ausland ins Visier

Weltweit wächst der Online-Handel. Dran will auch die Deutsche Post mitverdienen. In Deutschland sieht sich das Unternehmen bereits als Nummer eins. Deshalb geht der Blick nun über die Landesgrenzen. Die notwendige Geduld will der Konzern aufbringen.

Die Deutsche Post will am boomenden Online-Handel auch im Ausland kräftig mitverdienen. "Wir wollen in der E-Commerce bezogenen Logistik in der Tat weltweit führend sein. In Deutschland sind wir schon die klare Nummer eins", sagte Post-Chef Frank Appel der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag".

Der Konzern wolle im europäischen Ausland seine Präsenz Schritt für Schritt ausbauen. "Wir wissen, dass wir dafür einen langen Atem brauchen, aber den haben wir." Dabei liege der Fokus klar auf organischem Wachstum, bekräftigte Appel. "Gleichwohl sind kleinere Zukäufe, die unser Kompetenzprofil abrunden, immer möglich - auch in diesem Bereich." Die Post könne aber auch aus eigener Kraft wachsen.

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Anfang April hatte Appel im Paketgeschäft die Benelux-Länder, Polen, die Tschechische Republik und Indien als erste Expansionsziele genannt und eingeräumt, im Ausland noch Nachholbedarf zu sehen.

In Deutschland erhofft sich die Post zusätzliche Impulse von ihren Paketkästen, mit denen die Bonner kürzlich an den Start gingen. Die Paketkästen sollen es den Verbrauchern erlauben, rund um die Uhr Sendungen zu empfangen. Bewährten sich die Kästen in der Bundesrepublik, könnten sie auch in anderen Ländern eingesetzt werden, hatte der Vorstand in der vergangenen Woche erklärt.

Zugleich bekräftigte der Konzernchef die Dividendenstrategie der Deutschen Post. Demnach sollen jährlich zwischen 40 und 60 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet werden.

Quelle: n-tv.de

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