Wirtschaft
Konzernchef Frank Appel plant bis Ende 2014 Tausende neuer Annahmestellen
Konzernchef Frank Appel plant bis Ende 2014 Tausende neuer Annahmestellen(Foto: picture alliance / dpa)

20.000 neue Shops: Post setzt auf mehr Mini-Filialen

Der Einzelhandel verkauft inzwischen jedes zehnte Produkt über das Internet. Das steigert auch die Paketmenge - nicht zuletzt wegen der Retour-Sendungen. Branchenprimus DHL reagiert und macht immer mehr Supermärkte und Kioske zu Annahmestellen.

Angesichts des boomenden Online-Handels will die Post das Netz von Paketshops deutlich ausbauen. Insgesamt soll es rund 20.000 neue Annahmestellen geben. Bereits zum Jahresende soll die Hälfte von ihnen ihre Arbeit aufnehmen, sagte Konzernchef Frank Appel. Der Rest der Annahmestellen des Lieferdienstes DHL solle bis Ende 2014 kommen. Noch nie habe das Unternehmen so viele Pakete transportiert wie im vergangenen Jahr - und das Wachstum halte an.

Kunden könnten in den Shops künftig bereits frankierte Pakete, Päckchen und Retoursendungen aufgeben. Die neuen  Annahmestellen sollen bei Einzelhändlern eingerichtet werden- etwa in Supermärkten oder bei Kioskbetreibern. Damit ähneln die Paketshops bereits bestehenden Verkaufspunkten der Post, die Kunden ein begrenztes Leistungsangebot bieten. Ähnlich verfahren die Konkurrent von UPS, DPD und Hermes. Auf dem flachen Land sollen dagegen Verbraucher ihre Pakete dem Zusteller an der Haustür mitgeben.

Zudem wolle die Post die Zahl ihrer "Packstationen" erhöhen, die rund um die Uhr zugänglich sind und bei denen Verbraucher selbst Sendungen abholen und aufgeben können, hieß es weiter. Bis zum Jahresende sollen zu den bestehenden 2500 Stationen 150 hinzukommen.

Post erwartet kräftiges E-Commerce-Wachstum

Post-Manager Jürgen Gerdes verwies darauf, dass zehn Prozent des deutschen Einzelhandelsgeschäfts heute im Internet gemacht werden. "Wir glauben, dass sich das in den nächsten zehn Jahren auf 20 Prozent verdoppeln wird, vielleicht sogar ein Stück weit mehr." Die Zahl der Paketshops soll deswegen auf etwa 55.500 steigen - von derzeit 35.500. Dass man schon mehr als 1000 Zusagen von Betreibern habe, zeige, dass das Angebot der Post attraktiv ist.

Die Kosten der Expansion bei den Annahmestellen bezifferte er auf unter 30 Millionen Euro. Insgesamt investiert die Post in den Ausbau ihres Paketnetzes zwischen 2011 und 2014 rund 750 Millionen Euro.

Seit 2009 stiegen die Umsätze der Post im Paketgeschäft durchschnittlich um 10,5 Prozent pro Jahr, wie der Konzern mitteilte. Der Einzelhandel verschicke heute bereits ein Zehntel seiner Produkte. Dies entspreche einem Umsatzvolumen von 30 Milliarden Euro. Das Wachstum im Paketgeschäft "hält 2013  unvermindert an", erklärte Post-Chef Frank Appel.

Quelle: n-tv.de

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