Samstag, 13. Juni 2009
"Entgegen aller Richtlinien": Post speicherte Krankendaten
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Die Daten seien bereits gelöscht, betont die Post.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die Deutsche Post hat in mindestens zwei Briefzentren jahrelang sensible Krankendaten von Mitarbeitern gespeichert. Beschäftigte des Unternehmens hätten dies "entgegen aller Richtlinien" zum Datenschutz getan, es handle sich um Einzelfälle, sagte eine Post-Sprecherin. Der Post seien die Vorfälle seit vergangenem Jahr durch anonyme Beschwerden von Mitarbeitern bekannt. Das Unternehmen habe sofort reagiert und die sensiblen Daten "natürlich sofort gelöscht".
Der "Spiegel" berichtete, selbst intimste Krankheitsdetails über die Mitarbeiter wie genaue Beschreibungen psychischer Erkrankungen oder Zustandsbeschreibungen von Mitarbeitern mit schweren Herzerkrankungen oder Darminfekten seien gespeichert worden. Verbunden seien die Daten häufig mit klaren Handlungsempfehlungen gewesen, etwa auf die Beschäftigten einzuwirken, in den Vorruhestand zu gehen oder ihr Tätigkeitsfeld im Konzern zu wechseln. Laut dem Nachrichtenmagazin, das sich auf ihm vorliegende Unterlagen beruft, wurden Krankendaten "in einigen großen Briefzentren" gespeichert.
Die Unternehmenssprecherin sagte, allein die Briefsparte der Post beschäftige 170.000 Mitarbeiter. Individuelles Fehlverhalten einzelner sei nie ganz auszuschließen. Der Konzern könne ausschließen, "dass solches Fehlverhalten toleriert wird". Nach Bekanntwerden der Datenschutzverstöße in den beiden Briefzentren habe die Post die Mitarbeiter erneut geschult, "damit wirklich alle wissen, wie mit Gesundheitsdaten umzugehen ist".
AFP
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