Wirtschaft
Sinken die Erzeugerpreise, fallen in der Regel auch die Verbraucherpreise.
Sinken die Erzeugerpreise, fallen in der Regel auch die Verbraucherpreise.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Gute Nachricht für Verbraucher: Preisdruck sinkt

Sinken die Erzeugerpreise, gehen in der Regel auch die Verbraucherpreise zurück. Demzufolge lässt der Preisdruck in Deutschland etwas nach, denn im Dezember 2012 überraschen die Erzeugerpreise positiv. Über das ganze Jahr betrachtet sieht das etwas anders aus.

Der Preisdruck auf der Stufe der deutschen Erzeugerpreise ist im Dezember moderat geblieben. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sanken im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten eine Stagnation erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, ergab sich gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 1,8 Prozent. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 1,7 Prozent gelautet. Für die Verbraucher ist der nachlassende Preisdruck bei den Erzeugern eine gute Nachricht, weil der Handel niedrigere Einkaufskosten mit Verzögerung weitergibt.

Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor: In der Regel reicht der Handel höhere oder niedrigere Einkaufskosten an seine Kunden weiter. Ohne Energie ist der Index der Erzeugerpreise im Dezember zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen, binnen Monatsfrist gab es ein kleines Plus von 0,1 Prozent.

Im Gesamtjahr 2012 erhöhten sich die Produzentenpreise um 2,1 Prozent. Im Jahr 2011 hatte die Rate 5,7 Prozent betragen. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise 2012 gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent. Im Vorjahr hatten sich die Erzeugerpreise in dieser Abgrenzung um 3,5 Prozent erhöht.

Quelle: n-tv.de

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