Wirtschaft
Ein Aluminiumwerk im italienischen Fusina: Alcoa ist einer der größten Aluminiumproduzenten weltweit.
Ein Aluminiumwerk im italienischen Fusina: Alcoa ist einer der größten Aluminiumproduzenten weltweit.(Foto: picture alliance / dpa)

500 Millionen Dollar Verlust: Preisverfall macht Alcoa zu schaffen

Aluminium kostet derzeit rund ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr - klar, dass mit Alcoa einer der weltgrößten Produzenten des Leichtmetalls darunter besonders leidet. Die Stimmung an der Börse kann das trotzdem nicht negativ beeinflussen.

Der US-Alukonzern Alcoa leidet weiter unter dem kräftigen Preisverfall bei Aluminium. Im abgelaufenen vierten Quartal fuhr das vom Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen einen Verlust von 500 Millionen US-Dollar ein, wie der Konzern mitteilte. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch 159 Millionen Dollar Gewinn verbucht. Der Umsatz sackte im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum wegen der niedrigen Alu-Preise um mehr als ein Sechstel auf 5,25 Milliarden Dollar ab. Die Preise für das Leichtmetall liegen derzeit rund ein Viertel niedriger als ein Jahr zuvor.

Hoffnung macht dem Konzern die stärkere Nachfrage nach Teilen für die boomende Flugzeugindustrie. Airbus und Boeing gehören zu den größten Kunden. In der vergangenen Woche hatte Alcoa zudem eine kräftige Drosselung der Produktion angekündigt, dazu soll unter anderem eine große Aluminiumschmelze in Indiana geschlossen werden.

Alcoa will sich im laufenden Jahr ohnehin in zwei Unternehmen aufspalten. Die klassische Herstellung von Rohmaterialien wird von technologisch anspruchsvolleren Produkten getrennt. Unter dem Namen Alcoa soll weiter das traditionelle Geschäft laufen.

An der Börse reagierten die Anleger nach Börsenschluss trotz der Verluste wohlwollend mit einem Kursplus von fast 2 Prozent, weil Alcoa vor Sonderposten mehr Geld verdiente als von Experten gedacht. Da Aluminium in vielen Branchen eingesetzt wird, gelten die Zahlen von Alcoa als richtungsweisend für die gerade beginnende Bilanzberichterstattung der großen US-Konzerne.

Quelle: n-tv.de

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