Wirtschaft
Die Niedrigpreise seines Unternehmens erklärt Primark-Deutschland-Chef Krogmann mit dem Verzicht auf Zwischenhändler.
Die Niedrigpreise seines Unternehmens erklärt Primark-Deutschland-Chef Krogmann mit dem Verzicht auf Zwischenhändler.(Foto: picture alliance / dpa)

Leipzig, Mannheim, Hamburg, Bonn: Primark eröffnet weitere Filialen

Seit ihrem Start in Bremen 2009 hat Primark kontinuierlich Filialen in ganz Deutschland aufgemacht. Mit der Eröffnung eines Geschäfts im April in Leipzig ist das Unternehmen dann an 20 Standorten vertreten - den Kritikern der Billig-Modekette zum Trotz.

Die Billig-Modekette Primark baut ihr Filialnetz in Deutschland aus. Seit dem Start in Bremen 2009 seien bundesweit weitere 18 Geschäfte eröffnet worden, sagte Primark-Deutschland-Chef Wolfgang Krogmann dem "Weser-Kurier". "Im April eröffnet in Leipzig der 20. Primark. Mannheim, Hamburg und Bonn werden folgen." Das Unternehmen betreibe keinen Onlinehandel, obwohl mehr als zwei Drittel der Angebote auch im Internet gezeigt würden. "Nur kaufen kann man sie dort nicht, dazu muss man in unsere Läden gehen. Sehr zum Wohlgefallen von Kommunalpolitikern übrigens", meinte Krogmann. Die Niedrigpreise erklärte er so: "Wir schlagen weniger auf den Preis drauf als unsere Mitbewerber. Das können wird uns leisten, weil wir große Stückzahlen verkaufen und auf Zwischenhändler verzichten."

Derweil haben die Grünen eine europäische Richtlinie gegen Billig-Textilien gefordert. "Was wir brauchen, ist ein verbindlicher rechtlicher Rahmen auf europäischer Ebene", sagte die Vorsitzende des Verbraucher-Ausschusses im Bundestag, Renate Künast, den "Ruhr Nachrichten".

Künast forderte in dem Blatt: "Eine europäische Transparenzrichtlinie muss alle Textilunternehmen verpflichten, ihre gesamte Lieferkette transparent zu machen und damit offenzulegen, ob und welche international anerkannte Menschenrechts- und Umweltabkommen eingehalten werden." Transparenz sei Voraussetzung für Veränderung. Der Kunde habe das Recht auf Information - "vom Anbau der Rohstoffe über das Weben und Färben bis zur Endproduktion".

Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass in der globalen Textilproduktion unfaire Arbeitsbedingungen, Menschenrechtsverletzungen und ökologische Missstände nach wie vor gang und gäbe seien.

Quelle: n-tv.de

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