Montag, 01. Juni 2009
Know-how für Russland: Putin feiert Opel-Rettung
null
Nach dem Zuschlag für das Magna-Konzept ist zumindest Wladimir Putin mit den Bemühungen der Bundesregierung zur Rettung von Opel vollauf zufrieden. Die Beteiligung der Sberbank wertet der russische Regierungschef als Erfolg für die russische Autoindustrie.
Steht auf die Modelle aus der Sowjet-Ära: Wladimir Putin (r.) am Steuer eines Wolga GAZ-21 neben dem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill.
(Foto: AP)
Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat den geplanten russischen Einstieg bei Opel als Erfolg für die Entwicklung der Autoindustrie des Landes gelobt. "Ich möchte aber gleich sagen, dass die russische Regierung an dem Geschäft nicht direkt beteiligt ist, doch wir begrüßen die Arbeit der Sberbank bei diesem Kauf", sagte Putin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Putin traf mit Sberbank-Chef German Gref und Vertretern des Autozulieferers Magna, der Opel in die sichere Zukunft lenken soll, zusammen. Die staatliche Sberbank - Russlands größtes Geldinstitut - sowie der Autohersteller GAZ sollen 35 Prozent an der neuen Opel-Gesellschaft halten.
Eine erste Absichtserklärung zwischen den Partnern Sberbank, Magna und dem insolventen Mutterkonzern General Motors (GM) solle in den nächsten Tagen unterzeichnet werden, sagte Gref. Das Protokoll werde auch von Vertretern der deutschen und der US-Regierung unterzeichnet.
Russische Arbeitsplätze
Putin äußerte bei dem Treffen die Hoffnung, dass GM trotz des Insolvenzverfahrens auch künftig in Russland aktiv sein werde. Er verwies auch auf die beiden Werke von Opel in Russland, die von der Lösung profitierten.
Sberbank-Chef Gref nannte den Einstieg bei Opel einen Gewinn für die Erneuerung der russischen Autoindustrie. Als größtes russisches Geldhaus ist Sberbank bereits Kreditgeber der russischen Autokonzerne GAZ, KAMAZ und von Branchenprimus AvtoVAZ (Lada). Damit unterstütze Russlands Sparkasse praktisch die gesamte Autoindustrie des Landes, um sie konkurrenzfähig zu machen, sagte Gref.
mmo/dpa
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Videos zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Ringen um 6300 Punkte
Dax schnappt kurz Luft
-
Von Vkontakte bis Kayak
Facebook schockt Internet-IPOs
-
Alarmglocken schrillen
Verluste in Asien auf breiter Front
-
Brent in Richtung 100 Dollar
Ölpreise bleiben auf Talfahrt
-
Von wegen Wonnemonat Mai
Dax-Talfahrt geht weiter
-
Zeitenwende bei der Deutschen Bank
Ackermann tritt ab
-
"Dinge beginnen, hässlich zu werden"
Spanien-Sorgen belasten Euro
-
Instagram-Deal macht Sorgen
Facebook-Kurs steckt in Abwärtsspirale
-
Griechenland-Exit kein Todesstoß
Axa sorgt vor
-
Stimmungstöter Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Telefonica überrascht
O2 soll an die Börse
-
Presta-Mitarbeiter müssen gehen
ThyssenKrupp kündigt
