Aufsichtsrat nickt harte Einschnitte abQ-Cells will Ruder rumreißen
Die Kontrolleure des Solarunternehmens Q-Cells geben grünes Licht für das Paket, mit dem der Vorstand die Kosten im Unternehmen deutlich senken will. Ziel sind schlankere Strukturen etwa in der Verwaltung, wo die Kosten um 30 Prozent gesenkt werden sollen. Wie viele Stellen deshalb wegfallen, ist noch offen.
Der Aufsichtsrat des angeschlagenen Solarunternehmens Q-Cells hat dem umfangreichen Konzernumbau zugestimmt. Das teilte die im TecDax notierte Gesellschaft in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) mit. Das Management hatte bereits Mitte der Woche über seine Pläne informiert, wie es das Ruder beim wieder tief in die Verlustzone gerutschten Unternehmen herumreißen will. So soll die Zellenproduktion weitgehend in Malaysia konzentriert werden.
Dafür wird die Hälfte der Kapazitäten in Deutschland geschlossen. Außerdem sollen die Verwaltungskosten um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Wie viele Stellen wegfallen, ist noch offen. Zugleich fährt das Unternehmen die Produktion von Modulen in Bitterfeld hoch. Ziel der Veränderungen ist es, Q-Cells für den harten Preiskampf mit den asiatischen Konkurrenten wettbewerbsfähiger zu machen.
Den Umbau geht Q-Cells mit einem veränderten Vorstand an. Neu im Team ist der frühere Infineon- und Conergy-Vorstand Andreas von Zitzewitz, der künftig die Produktion verantwortet. Die Position war seit dem Weggang von Gerhard Rauter im Mai vakant. Zugleich verlasse Vertriebsvorstand Hans-Gerd Füchtenkort das Unternehmen "auf eigenen Wunsch", hieß es in der Mitteilung. Dessen Aufgaben übernimmt übergangsweise Vorstandschef Nedim Cen.