Wirtschaft

Millionen Artikel nicht verkauftQuelle auf riesigem Warenberg

01.12.2009, 17:48 Uhr

Der Insolvenzverwalter sucht nach Wegen, um unzählige Artikel in den kommenden Wochen zu Geld zu machen. Zudem wird mit Interessenten über die Lagerbestände verhandelt.

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(Foto: dpa)

Nach dem Ausverkauf über das Internet sitzt der insolvente Versandhändler Quelle noch immer auf einem riesigen Berg von Waren. Der Insolvenzverwalter sucht nach Wegen, um Millionen von Artikeln in den kommenden Wochen zu Geld zu machen. "Die Waren werden weiterhin über die Quelle-Technik-Center vertrieben", sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz.

Zudem verhandle die Insolvenzverwaltung mit Interessenten über die Lagerbestände. Unter diesen seien auch sogenannte Restpostenhändler, die Waren in großem Stil aufkaufen. "Die sind es aber nicht ausschließlich", betonte Schulz. Ziel sei, die Gespräche bis Ende Dezember zu beenden.

Zu Beginn des Ausverkaufs vor einem Monat lagen noch rund 18 Mio. Artikel in den Lagern und Containern. Wie viele davon über das Internet verkauft wurden, könne noch nicht exakt bestimmt werden, sagte Schulz. "Das geht deshalb nicht, weil wir eine bestimmte Retourenquote haben." Denn die Käufer hätten auch die Möglichkeit gehabt, Bestellungen wieder zurückzugeben.

Geschätzt seien aber gut 1,3 Mio. Bestellungen für durchschnittlich je sechs Artikel eingegangen. Das wären insgesamt knapp acht Mio. verkaufte Artikel. "Im Retourenlager in Nürnberg muss geprüft werden, was in das Lager nach Leipzig geht und was an Drittverwerter verkauft werden kann", sagte Schulz. Die Einordnung hänge davon ab, wie viel die Ware wert sei.

Quelle: wne/dpa