Heuschrecken unerwünschtQuelle sucht Investor mit Weitsicht
Der Insolvenzbeauftragte für Arcandors Versandhandelssparte Primondo will die Unternehmensgruppe mit dem Flaggschiff Quelle nicht an einen "Heuschrecken"-Investor verkaufen.
Der Insolvenzbeauftragte für Arcandors Versandhandelssparte Primondo will die Unternehmensgruppe mit dem Flaggschiff Quelle nicht an einen "Heuschrecken"-Investor verkaufen. "Wir suchen keine Heuschrecke, die nur auf die schnelle Rendite schaut", sagte Jörg Nerlich der "Wirtschaftswoche". "Perfekt wäre sicher ein Investor, der für Primondo einen angemessenen Preis zahlt, damit wir die Gläubiger befriedigen können, der Arbeitsplätze sichert und der Unternehmensgruppe eine langfristige Perspektive bietet."
In Medienberichten waren zuletzt die Finanzinvestoren Cerberus und Golden Gate als Kaufinteressenten genannt worden. Dazu äußerte sich Nerlich in der "Wirtschaftswoche" nicht konkret, sondern sagte lediglich: "Es ist noch zu früh, über Namen zu spekulieren, aber Finanzinvestoren sind nicht per se schlechte Investoren." Feststehe, dass Primondo auch nach einem Verkauf kein Selbstläufer sein werde. "Geld rausziehen geht also nicht." Für das laufende Geschäftsjahr, das am 1. September begann, rechnet Nerlich bei der Kernmarke Quelle mit einem Umsatzvolumen von 1,6 bis 1,7 Mrd. Euro.