Donnerstag, 10. November 2011
Atomausstieg belastet: RWE erleidet Gewinneinbruch
Wie Eon ist auch RWE mit dem Aus von zwei Akw konfrontiert. Der Konzern meldet einen massiven Gewinnrückgang. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen. Der bereinigte Konzerngewinn soll um 35 Prozent zurück gehen.Gewinneinbußen bei Deutschlands zweitgrößtem Energieversorger RWE: Das Aus von zwei Atomkraftwerken, niedrige Stromerlöse und Probleme im Gasgeschäft sorgen nach neun Monaten für einen deutlichen Rückgang. Der Umsatz fiel um ein Prozent auf 38,17 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen in Essen mitteilte. Das betriebliche Ergebnis fiel um 30 Prozent auf 4,27 Milliarden Euro.
Der um Absicherungsgeschäfte aus dem Energiehandel bereinigte Gewinn lag bei 1,78 Milliarden Euro - das war ein Minus von 44 Prozent. Analysten hatten mit etwas besseren Zahlen gerechnet. RWE schlug sich damit aber noch besser als Wettbewerber Eon. Dieser hatte am Vortag einen operativen Rückgang von 40 Prozent und zwei Drittel weniger Gewinn gemeldet.
Die Belastungen aus dem Atomausstieg - wie Abschreibungen auf Brennstäbe und Rückstellungen für den Rückbau - sind laut RWE einer der Hauptgründe für den Rückgang. Der Konzern musste die Kernkraftwerke Biblis A und B abschalten. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen. Der bereinigte Konzerngewinn soll um 35 Prozent zurück gehen.
Positiv gestalten sich laut RWE die Verhandlungen über die Umgestaltung ungünstiger langfristiger Gasverträge. Diese seien zum Teil schon geändert oder beendet worden.
dpa
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