Wirtschaft
Hinter Wohnhäusern in Köln steigt Dampf aus dem RWE-Braunkohlekraftwerk Neurath auf.
Hinter Wohnhäusern in Köln steigt Dampf aus dem RWE-Braunkohlekraftwerk Neurath auf.(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr Geld in der Kasse: RWE gibt sich zuversichtlich

Für RWE läuft 2012 etwas besser als erwartet. Der Energiekonzern verdient in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Vorstand blickt nun etwas optimistischer auf das Jahresende.

Der Energiekonzern RWE hat sich nach Zuwächsen in den ersten neun Monaten einen Hauch zuversichtlicher für das zu Ende gehende Jahr geäußert. Der Versorger erwarte nun 2012 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und ein betriebliches Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau, teilte RWE mit. Bislang hatte das Management bei diesen Kennziffern ein Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahresniveaus erwartet.

Zum Ausblick für 2013 äußerte sich RWE zunächst nicht. Eine Sprecherin verwies lediglich darauf, dass der Konzern sie erst im August bestätigt habe. Der Konkurrent Eon hatte am Dienstag seine Prognose für das kommende Jahr zurückgenommen und damit seine Aktie auf Talfahrt geschickt.

Von Januar bis September steigerte RWE das Ebitda um 7,6 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. Das nachhaltige Nettoergebnis kletterte um 6,2 Prozent auf 1,892 Mrd. Euro.

RWE habe von operativen Verbesserungen profitiert, etwa im Handelsgeschäft, schrieb Vorstandschef Peter Terium im Geschäftsbericht an die Aktionäre. Im Vorjahr habe der Konzern aber auch hohe Sonderbelastungen aus der Energiewende verbuchen müssen, die nun nicht mehr angefallen seien. Unter dem Strich schraubte das Unternehmen seinen Gewinn um etwa ein Drittel auf 1,8 Mrd. Euro nach oben. Der seit Juli amtierende RWE-Chef treibt den Verkauf milliardenschwerer Beteiligungen voran. "Die Rahmenbedingungen für Desinvestitionen sind allerdings schwieriger geworden, nicht zuletzt wegen Finanzierungsrestriktionen potenzieller Käufer", räumte der Manager allerdings ein. Er will mehr als 10.000 der rund 71.500 Stellen abbauen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen