Wirtschaft
RWE-Chef Peter Terium arbeitet an der Zukunftsfähigkeit seines Konzerns.
RWE-Chef Peter Terium arbeitet an der Zukunftsfähigkeit seines Konzerns.(Foto: picture alliance / dpa)

Nullrunden und Stellenstreichungen : RWE reagiert auf "ernste Lage"

Wegen der Energiewende bricht RWE das traditionelle Geschäftsmodell weg. Das Dax-Unternehmen bittet nun seine leitenden Angestellten indirekt zur Kasse und verweigert ihnen höhere Gehälter. Bis 2016 sollen Tausende Stellen wegfallen.

Beim Energiekonzern RWE müssen leitende Angestellte und außertariflich bezahlte Mitarbeiter im kommenden Jahr wohl auf Gehaltssteigerungen verzichten. Der Vorstand des Konzerns habe in einem internen Schreiben angekündigt, dass es für diese Mitarbeiter 2014 "keine generelle Gehaltserhöhung" gibt, wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtete. Grund sei die "schwache Ertragskraft" des Konzerns. Die Lage des Dax-Konzerns sei "so ernst, dass wir nur mit gemeinsamen Anstrengungen das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen können".

Unmittelbar betroffen sind laut "WAZ" rund 6000 Mitarbeiter. Der Verzicht auf Gehaltserhöhungen dürfte dem Bericht zufolge 50 bis 60 Millionen Euro einsparen.

RWE hatte vor zwei Wochen angekündigt, bis 2016 insgesamt 6700 Stellen zu streichen, davon 4700 auf dem Heimatmarkt. RWE-Chef Peter Terium begründete dies mit der Energiewende. Das traditionelle Geschäftsmodell breche RWE unter den Füßen weg.

Aderlass bei Npower

Bei seiner britischen Tochter Npower streicht RWE knapp 1500 der 11.000 Stellen. Teile des Kundendienstes würden nach Indien verlagert oder gingen an eine Dienstleistungsgesellschaft, teilte Npower mit. Der Stellenabbau ist nach Angaben von RWE Teil eines bereits angekündigten Effizienzprogramms von Npower.

Die Maßnahmen gehören jedoch nicht zu den jüngsten Stellenstreichungsplänen von RWE. Konzernchef Terium hatte Mitte November eine Ausweitung des bisherigen Sparprogramms sowie zusätzliche Stellenstreichungen verkündet.

Quelle: n-tv.de

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