Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Tausende Jobs fallen weg: RWE verschärft Sparprogramm

RWE treibt den Abbau Tausender Arbeitsplätze voran. Das soll unter anderem mit der Gründung einer neuen Konzernsparte erreicht werden.

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Deutschlands zweitgrößter Versorger RWE wird angesichts der schwierigen Lage auf dem Energiesektor sein Sparprogramm verschärfen. Das werde konzernweit weitere rund 2400 Stellen betreffen, wie das Management mitteilte. Die Maßnahmen kommen zu dem ohnehin schon geplanten Abbau von 8000 Arbeitsplätzen hinzu. Ziel sei es bis Ende 2014 eine weitere Milliarde Euro einzusparen. Derzeit beschäftigt RWE 72.000 Menschen.

Unter anderem ist die Gründung einer neuen Konzernsparte geplant. Darin soll das Erzeugungsgeschäft mit sämtlichen Kohle- und Gaskraftwerken von RWE in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden gebündelt werden. Die neue Sparte soll als Socieatas Europaea (SE) mit Sitz in Deutschland Anfang 2013 an den Start gehen.

Prognose bestätigt

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 5 Mrd. Euro. Der für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettogewinn, bei dem Sondereffekte herausgerechnet werden, fiel dagegen um 0,1 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr geht RWE weiterhin von einer stabilen Ertragslage aus. Das EBITDA soll das Vorjahresniveau von 8,5 Mrd. Euro erreichen. Auch das nachhaltige Nettoergebnis soll mit 2,5 Mrd. Euro so hoch sein wie 2011.

Der Konkurrent Eon hatte am Vortag für das erste Halbjahr einen Gewinnsprung vermeldet. Das Unternehmen profitierte dabei insbesondere von dem Abschluss günstigerer Gaslieferverträge.

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Quelle: n-tv.de

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