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Wer diese Marke sieht, kann alle Gedanken an eine Selbstanzeige vergessen.
Wer diese Marke sieht, kann alle Gedanken an eine Selbstanzeige vergessen.(Foto: picture alliance / dpa)

Deutsche Steuerfahnder im Großeinsatz: Razzia bei UBS-Kunden

Mit einer bundesweiten Fahndungsaktion gehen Ermittler seit den Morgenstunden gegen mutmaßliche Steuersünder vor. Offiziellen Angaben zufolge klingeln die Beamten bei deutschen Kunden der Schweizer Großbank UBS. Mehrere Staatsanwälte und ein Team aus gut vier Dutzend Steuerfahndern sind im Einsatz.

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Die Staatsanwaltschaft Bochum hat unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung bundesweite Razzien bei Kunden der Schweizer Großbank UBS angestoßen. Die "erste bundesweit angelegte Durchsuchung" laufe, sagte der Bochumer Oberstaatsanwalt Norbert Salamon und bestätige damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Betroffen seien "inländische Kunden der UBS".

Mehrere Staatsanwälte sowie rund 50 Steuerfahnder seien ausgerückt. Weitere Aktionen könnten folgen. Grundlage der Aktion dürften unter anderem Hinweise auf Schwarzgeldbestände sein, der Steuerfahndung durch den Ankauf mehrerer CDs mit Daten Schweizer Bankkunden sein.

Auswertung der Steuer-CDs?

Die Anklagebehörde in Bochum hatte bereits Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit einem von den Behörden in Nordrhein-Westfalen aufgekauften Datenträger eingeleitet. Von der UBS war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Das Finanzministerium in Düsseldorf hatte zuvor erklärt, seit 2010 seien insgesamt sechs CDs aus der Schweiz mit den Daten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher gekauft worden. Die Verwendung des Materials ist umstritten. Die vertraulichen Daten waren zuvor von Mitarbeitern der Bank entwendet worden.

Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf stellt sich gegen das von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ausgehandelte Steuerabkommen mit der Schweiz.

Quelle: n-tv.de

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