Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Gewinn schrumpft: Reebok bremst Adidas

Die Probleme der US-Tochter Reebok sorgen dafür, dass Adidas weniger verdient. Aktionäre haben dennoch einen Grund zur Freude: Die Dividende wird erhöht.

Die schwächelnde Marke Reebok hat dem Sportartikelhersteller Adidas im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang eingebrockt: Wegen Abschreibungen auf die US-Tochter wies Adidas im vierten Quartal einen Verlust von 272 Mio. Euro aus.

Die Herzogenauracher hatten im vergangenen September die Wachstumsaussichten für Reebok gesenkt. Dadurch war das US-Unternehmen in den Büchern zu hoch bewertet, die Wertberichtigungen lagen bei 265 Mio. Euro. Bereinigt um diese betrug der Nettoverlust 7 Mio. Euro. Dies fiel ebenfalls schwächer aus als von Analysten erwartet.

Die Abschreibungen im vierten Quartal sorgten dafür, dass Adidas nicht wie angepeilt auf ein Rekordjahr zurückblicken kann. Der Nettogewinn sank um 14 Prozent auf 526 Mio. Euro. Bereinigt erzielte Adidas einen Gewinnanstieg um knapp 30 Prozent auf 791 Mio. Euro - soviel wie nie. Das Management will deshalb die Dividende um 0,35 Euro auf 1,35 Euro je Aktie erhöhen. Der Umsatz kletterte angetrieben von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen um 11,7 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro.

Wegen der Bilanzunregelmäßigkeiten bei Reebok India musste Adidas zudem die Vorjahreszahlen nach unten korrigieren. Der Nettogewinn fiel 2011 so um 58 Mio. Euro niedriger aus. 2013 strebt Adidas wieder ein Wachstum an. Der Umsatz soll im mittleren einstelligen Bereich steigen. Der Nettogewinn wird zwischen 890 und 920 Mio. Euro gesehen.

Quelle: n-tv.de

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